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Analyse: Die „60 Sekunden“ von Bart De Wever, N-VA

Am 26. Mai werden die Bürger in Flandern ein neues flämisches, föderales und europäisches Parlament wählen. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Parteien. Die VRT gibt den 7 Parteipräsidenten der wichtigsten Parteien die Möglichkeit, Sie innerhalb von 60 Sekunden von ihrer Partei zu überzeugen. Die Reihenfolge wird durch die nationalen Listennummern und damit durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Parteien auf dem Stimmzettel erscheinen.

Doch dabei allein belassen wir es nicht. Unser Politikredakteur Bart Verhulst hat die Aussagen analysiert und erklärt, was für jede Partei auf dem Spiel steht. Sehen Sie hier das Video von Bart De Wever, dem Vorsitzenden der flämischen Nationaldemokraten und Regionalisten N-VA und lesen Sie weiter eine Analyse zu dieser Partei von VRT NWS-Kollege Bart Verhulst. Bis kurz vor den Wahlen veröffentlichen wir jede Woche jeweils ein Video und einen Text zu zwei Parteien.

N-VA-Parteichef Bart De Wever lässt in seinen „60 Sekunden“ durchblicken, dass seine Partei flämische Interessen voranstellt und nach eigenen Ein- und Ansichten regieren will. Seiner Ansicht nach ernten wir heute die Früchte der sozialwirtschaftlichen Reformen, die seine Partei umgesetzt hat. Daneben spricht De Wever noch einige andere Themen an: Er nennt die N-VA eine öko-realistische Partei: „Lösungen für das Klima müssen über Wachstum und Innovation erfolgen und nicht über Schrumpfen und Rückgang.“ Auch Sicherheit, Einwanderung und Bildung sind Themen für De Wever und seine N-VA.

Was sagt VRT NWS-Politikredakteur Bart Verhulst zu den „60 Sekunden“ von Bart De Wever, dem Vorsitzenden der flämischen Nationaldemokraten und Regionalisten N-VA? Was fiel ihm auf? Und was sind die Schwerpunkte der N-VA bei den kommenden Wahlen?

Die N-VA will die flämische Unabhängigkeit, auch wenn das für den Vorsitzenden De Wever nicht der Einsatz dieser Wahlen ist“, sagt Bart Verhulst: Er sagt es nicht, doch De Wever will eigentlich den Konföderalismus: Flandern und die Wallonie sollen jeder mehr ihren eigenen Weg gehen. Die meisten anderen Parteien wollen das nicht. Doch würde die N-VA auch ohne Könfoderalismus wieder in eine belgische Regierung gehen: Die N-VA will wieder die größte Partei werden. Sie wollen in den Regierungen sitzen (in Flandern und in der Bundesregierung (A.d.R.)) und diese auch leiten. Bart De Wever will die Nachfolge von Geert Bourgeois als flämischer Ministerpräsident antreten und Jan Jambon ist ein Kandidat für das Amt des belgischen Premierministers.

2014 kam die N-VA, die „Neue Flämische Allianz“, auf 32 % der Stimmen im flämischen Landesparlament. Auch jetzt will die Partei wieder die 30 %-Marke überschreiten.

Bart Verhulst ist aufgefallen, dass bei der N-VA das Wort „Veränderung“, das früher in allen Wahlkämpfen genutzt wurde, nicht mehr auftaucht: Wenn man jahrelang an der Regierungspolitik teilneme, dann könne man nur schwerlich noch für große Veränderungen plädieren. Die Partei habe vor einigen Monaten die Regierung Michel verlassen und dies habe dafür gesorgt, dass die Partei den Namen eines „unzuverlässigen Regierungspartners“ bekommen habe, so Kollege Verhulst über die N-VA.

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