BELGA

Belgien mit an der europäischen Spitze bei klinischen Studien

Mit mehr als 500 neuen klinischen Studien, die im vergangenen Jahr in Belgien gestartet wurden, liegt das Land in Europa an zweiter Stelle, was die Anzahl der klinischen Studien betrifft. Das berichtet die französischsprachige Zeitung Le Soir an diesem Freitag unter Berufung auf Pharma.be, den biopharmazeutischen Verband.

Im Jahr 2018 wurden in Belgien 162 Patentanmeldungen für Medikamente und/oder Impfstoffe eingereicht (+ 30% gegenüber 2017), 507 neue klinische Studien gestartet und 1.399 Arzneimittelstudien durchgeführt.

"Unternehmen sehen Belgien aufgrund der kurzen Zulassungszeiten, der klinischen Expertise unserer akademischen Kreise  und der hier möglichen engen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und universitären Forschungszentren als bevorzugtes Land für klinische Studien", erklärt Catherine Rutten, Generaldirektorin von Pharma.be.

Drei von vier klinischen Studien (77%) werden von den (Bio-)Pharmaunternehmen selbst organisiert und finanziert. Die restlichen 23% werden auf Initiative des akademischen oder öffentlichen Sektors durchgeführt. Dieser Anteil der privaten Finanzierung ist einer der höchsten in Europa.

Im vergangenen Jahr wurden von (Bio-)Pharmaunternehmen fast 3,6 Milliarden Euro in die Forschung in Belgien investiert. Innerhalb von fünf Jahren hat das Land für mehr als 200 Milliarden Euro Biopharmazeutika (Medikamente und Impfstoffe) exportiert. Und die Zahl steigt weiter: 43 Milliarden Dollar für 2018. Nach Angaben des Branchenverbandes sei das ein neues Rekordjahr.

Weitere Nachrichten