„Kein einziger französischsprachiger Partner wird das Monopol von skeyes noch unterstützen“

François Bellot (MR), der belgische Minister für Mobilität und zuständig für den belgischen Flugsicherungs- und Verkehrsdienstleister für den zivilen Luftraum Belgocontrol, das zu "skeyes" geworden ist, zeigte sich am Samstag in der frankophonen Zeitung Le Soir irritiert über die Arbeitsunterbrechungen bei den Fluglotsen. "Die Grenze ist langsam überschritten", sagte der Minister. Er warnte zudem, dass das Monopol von Skeyes auf dem Spiel stehe.

Bellot erinnerte daran, dass der Verwaltungsvertrag, der "das Monopol der Flugsicherung für skeyes für die nächsten zehn Jahre bestätigen soll", derzeit auf Bundesebene diskutiert werde. "Es wird keinen französischsprachigen Partner mehr geben, der das Monopol von skeyes unterstützt", betonte er.

Bellot sagte auch, dass skeyes darauf hingewiesen hätte, dass die Mitarbeiter, die sich krank gemeldet hätten, einer medizinischen Untersuchung unterzogen worden seien. "Von denen zeigte sich bei einigen, dass keine Krankheit vorlag". Es sei nicht am Minister, Sanktionen zu verhängen, sondern an der Unternehmensleitung, interne Maßnahmen zu ergreifen, so Bellot weiter.

Bellot zeigte wenig Mitgefühl für die Entscheidung einiger Fluglotsen, sich krank zu melden. "Ein Streiktag berechtigt Sie zu einer Entschädigung von 30 Euro von den Gewerkschaften. Während das Grundgehalt der Inspektoren..... Es gibt mindestens zehn Inspektoren, die mehr verdienen als der Premierminister", so Bellot vorwurfsvoll.

Luftraum erneut vorübergehend geschlossen

In der kommenden Nacht wird der gesamte Luftraum zwischen 2 und 5 Uhr morgens wegen Krankmeldungen von Fluglotsen erneut geschlossen. Das sagt Dominique Dehaene, der Sprecher der Fluglotsen von skeyes an diesem Samstagnachmittag.

Wie am Donnerstag wendet sich skeyes an die deutsche Flugsicherung, die zwischen 2 und 5 Uhr morgens sechs Flüge pro Stunde am Flughafen Lüttich betreuen soll.

Die deutschen Fluglotsen arbeiten aus der Nähe von Frankfurt. Die Flugzeuge werden bis zur belgischen Grenze begleitet, danach wird ein Flugkorridor zum Flughafen Lüttich gebildet. Die Leute im Turm von Lüttich sorgen dann für die Landung der Flugzeuge.

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