Strengere Vorschriften für Alkoholwerbung in Belgien

In Belgien werden strengere Vorschriften für die Werbung für Alkohol eingeführt. Diese Werbung ist bereits streng geregelt, aber noch strengere Regeln sollen die Verbraucher in Zukunft besser über den verantwortungsbewussten Alkoholkonsum informieren. 

Alkoholproduzenten, die wiederholt gegen die Werberegeln verstoßen, riskieren Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Ferner werden künftig auch mehr Kontrollen durchgeführt. Dies ist in einem Vertrag festgelegt, über den die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) mit dem Werberat, dem Vinum et Spiritus-Verband und dem Verband der belgischen Brauereien eine Einigung erzielt hat.

Die Werbung für Alkohol unterliegt bereits bestimmten Vorschriften. So darf sie sich beispielsweise nicht an Minderjährige richten und den übermäßigen Konsum nicht fördern. Auch die Medien müssen spezielle Regeln einhalten, die hauptsächlich den Schutz von Minderjährigen betreffen. Diese Regeln sind seit 2005 in einem Abkommen festgehalten. Sie wurden erstmals 2013 aktualisiert und werden nun erweitert.

Ab dem 2. September wird das Gesundheitsministerium bei der Abhandlung von Beschwerden über Alkoholwerbung hinzugezogen. Auf diese Weise soll der Aspekt der "Gesundheit" ein größeres Gewicht erhalten. Künftig müssen sich die Mitglieder von Vinum et Spiritus und des Brauerverbandes von vornherein Rat bei der Jury für ethische Werbepraktiken (JEP) holen, wenn sie nationale Werbekampagnen über Radio oder Fernsehen und Werbung im Kino planen. Die gleiche JEP kann bei wiederholten Verstößen gegen die Vorschriften Geldbußen von bis zu 10.000 Euro verhängen.

"Der unvernünftige Konsum von Alkohol hat schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Das ist etwas, das die Alkoholproduzenten bei ihrer Werbung unbedingt berücksichtigen müssen", betont Ministerin Maggie De Block und begründet damit die strengeren Regeln und Kontrollen.

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