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Anschläge in Sri Lanka: Außenamt und Reisebüros nehmen Kontakt zu Belgiern vor Ort auf

Sowohl Belgiens Premierminister Charles Michel (MR), als auch Bundesaußenminister Didier Reynders (MR) haben die Anschläge in Sri Lanka scharf verurteilt. Über eventuelle Opfer aus unserem Land ist nichts bekannt. Botschaft und Außenamt kontaktierten am Sonntag alle Landsleute, die sich auf der von mehreren Anschlägen getroffenen Insel aufhalten. 

Sofort nach den ersten Anschlägen in Sri Lanka sprach Premierminister Michel den Angehörigen der Todesopfer sein Beileid aus: „Wenn der Terror uns spalten will, dann können wir nur enger zusammenstehen.“, twitterte der belgische Regierungschef dazu. Zuvor hatte auch Außenminister Reynders die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka per Twitter scharf verurteilt: „Ich verurteile diese hasserfüllten Taten auf das Schärfste.“ Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Familien, so Reynders weiter.

Das belgische Außenamt nahm noch am Sonntag mit den Belgiern, die in Sri Lanka leben oder die dort Urlaub machen, Kontakt auf, um zu klären, ob sie in Sicherheit sind oder ob sie betroffen sind und eventuell Hilfe brauchen. Auf der Insel Sri Lanka leben offiziell 79 Belgier und am Vormittag wurde bekannt, dass sich derzeit dort mit Sicherheit 43 belgische Osterurlauber dort aufhalten. Doch bis zum Nachmittag wurde nichts von einem betroffenen Belgier bekannt.

Wer Angehörige, Verwandte oder Freunde aus oder in Belgien hat, die sich zur Zeit in Sri Lanka aufhalten, kann sich an das Außenministerium in Brüssel wenden. Die Telefonnummer lautet 02/501 81 11. Die belgischen Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook haben parallel zum Außenamit ebenfalls ihre Kunden in Sri Lanka kontaktiert. Sowohl TUI, als auch Thomas Cook gaben an, dass ihre Kunden nicht in den von den Anschlägen betroffenen Hotels untergebracht sind. Beide Unternehmen bringen ihre Urlauber auf Wunsch wieder nach Belgien.

Am Ostersonntagmorgen erschütterten mehrere gleichzeitig stattfindende Anschläge auf Kirchen und Hotels auf Sri Lanka die Welt. Nach bisherigem Wissen kamen dabei über 200 Menschen ums Leben und über 400 wurden verletzt. Unter den Opfern sind auch Ausländer und Touristen. Eine inzwischen verhängte Ausgangssperre auf der ganzen Insel konnte nicht verhindern, dass weitere Anschläge verübt wurden.  Die Polizei von Sri Lanka nahm bereits einige Verdächtige fest. Mutmaßlich handelt es sich dabei um religiöse Fanatiker. 

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