Drogenmaffia Antwerpen? Waffen und Drogen bei Frau gefunden, die sich in den Fuß geschossen hatte

In einer Wohnung in Zwijndrecht bei Antwerpen hat die Polizei ein Waffen- und Drogenarsenal entdeckt. Der Fund geschah eher zufällig, weil  die Bewohnerin den Rettungsdienst mit der Mitteilung gerufen hatte, sie habe  sich selbst in den Fuß geschossen. Derzeit wird untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Fund und den Granatenexplosionen in Antwerpen in jüngster Zeit gibt, die der Drogenmaffia zugeschrieben werden.

Am Freitagabend erhielten die Rettungsdienste einen Notruf aus einer Wohnung in Zwijndrecht bei Antwerpen.  Die 20-Jährige sagte, sie habe sich in den Fuß geschossen. Die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung. "Bei einer ersten Durchsuchung des Hauses, wurde nach weiteren Personen und Waffen gesucht. Dabei  wurde eine große Summe Bargeld, eine Handgranate und Munition gefunden", so Lieselotte Claessens, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. 

Riesiges Waffenarsenal

Der Minenräumdienst der Armee, Dovo, entschärfte die Granate. "Die weitere Haussuchung ergab, dass sich dort noch einige Kilo Kokain sowie Zünder, acht Granaten, Munition, Sprengstoff und vier Handwaffen befanden.“

Inzwischen wurde die Frau wegen der Schusswunde am Fuß operiert. Am Sonntag wurde sie vom Haftrichter verhört, der sie verhaften ließ. Nach eventuellen weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet.

Verbindung zu den jüngsten Granatenexplosionen?

Ob die Waffensammlung etwas mit den Granatenangriffen der letzten Wochen in Antwerpen Nord zu tun hat, ist noch nicht klar. "Wir können noch nichts über einen möglichen Zusammenhang sagen", erklärte Claessens, "das ist Teil der Ermittlungen."