Tom Van Grieken sieht in absehbarer Zeit das Ende des ‚Cordon Sanitaire‘

Van Grieken (Foto), der Parteivorsitzende der äußerst rechten flämischen Partei Vlaams Belang ist sich seiner Sache sicher: Er werde es  noch erleben, dass der ‚Cordon Sanitaire‘ – die politische Isolierung seiner Partei durch die demokratischen Parteien – in absehbarer Zeit ein Ende hat.  Andererseits argumentiert er auch, dass es manchmal interessanter ist, die Politik aus der Opposition zu beeinflussen, ohne direkt an der Macht teilzunehmen.

"Glauben Sie, dass unter Ihrem Parteivorsitz der ‚Cordon Sanitaire‘ gebrochen wird?". Diese Frage beantwortete Tom Van Griekens während der VRT-Show ‚Van Gils & gasten‘ (dt.: Van Gils & Gäste) am Montagabend überzeugt positiv. Er verwies auf die Kommunalwahlen vom Oktober 2018. "In 16 Gemeinden hatten wir eine potentielle Mehrheit mit der N-VA, aber die N-VA-Führung wollte nicht. Das ist schade“, sagte Van Grieken.

Er stellt fest,   dass Vlaams Belang trotz der politischen Isolierung die Politik beeinflusst hat. "Wir haben die Regierung nach dem Marrakesch-Pakt zu Fall gebracht, und wir haben es sogar geschafft, die Kilometer-Maut von N-VA-Minister Ben Weyts zu verhindern, ohne jemals Mitglied einer Regierung gewesen zu sein.“.

„Ich bin nicht in der Politik, um so schnell wie möglich an die Macht zu kommen, sondern vor allem, um meine Wähler zu vertreten", sagt Tom Van Grieken. "Und Einfluss auszuüben ist manchmal interessanter, als tatsächlich Macht auszuüben. Damit das klar ist: Ich mag diese Zwangsisolierung nicht. Ich möchte etwas bewirken, aber meine erste Motivation ist es, den Menschen die Politik anzubieten, für die sie schon so lange stimmen.“

Tom Van Grieken glaubt, dass seine Partei bei den kommenden Parlamentswahlen am 26. Mai das gleich gute Ergebnis wie bei den Kommunalwahlen vom 14. Oktober 2018 erzielen wird. Vlaams Belang rechnet demnach mit etwa 13% der Stimmen.  

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