Ab September: Ein Trambus für den Brüsseler Nordrand

Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn wird ab September 2019 am Brüsseler Nordrand die ersten Trambusse einsetzen. Gerade dort sind alternative Verkehrsmittel dringend angesagt, denn im Norden der belgischen Hauptstadt staut sich der Verkehr auf Straßen und Autobahnen inzwischen fast permanent. Ein Trambus kombiniert jeweils die Vorteile einer Straßenbahn und eines herkömmlichen Busses, wie Flanderns Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) dazu angibt.

„Ein Trambus ist doppelt so lang wie ein normaler Bus und kann deshalb mehr Fahrgäste befördern. Und er hat keine Gleise nötig, ist dadurch also wendiger. Diese Trambusse sind überdies hybride Fahrzeuge, die demnach weniger Lärm machen, als herkömmliche Fahrzeuge“, sagte Roger Kesteloot, der Generaldirektor von De Lijn bei der Vorstellung dieses neuen Nahverkehrs-Fahrzeugs.

De Lijn hofft, mittelfristig mit den Trambussen im Brüsseler Norden in der Provinz Flämisch-Brabant bis zu 10.000 Autos im Kurzstreckenverkehr von der Straße holen zu können, so Kesteloot: „Der Trambus fährt zum Flughafen (nach Zaventem (A.d.R.)) und hält in Vilvoorde und an der Uniklinik in Jette (ein Ortsteil von Brüssel (A.d.R.)).“

Best of both worlds?“

Zunächst sollen ab dem 1. September 14 dieser Trambusse zwischen der Uniklinik in Jette und dem Brussels Airport in Zaventem eingesetzt werden. Dazu werden derzeit 50 Busfahrer von De Lijn geschult. Die flämische Verkehrsgesellschaft lässt schon jetzt prüfen, ob diese Trambusse auch in anderen Ballungsräumen in Flandern eingesetzt werden können.

In einer ersten Phase werden diese Fahrzeuge allerdings mehr oder weniger auf den „normalen“ Straßen unterwegs sein, denn eine eigene Bettung haben sie vorläufig noch nicht. Sie umgehen die neuralgischen Verkehrspunkte, in dem sie „über die Dörfer“ fahren. Die eigenen Fahrbahnen für diese Busse werden sukzessive angelegt. Später sollen 16 km der insgesamt 22 km langen Fahrstrecke auf einer eigenen Trambus-Fahrbahn verlaufen. Die Fahrzeuge wurden von dem belgischen Busbauer Van Hool hergestellt, der in diesem Bereich bereits Erfahrung hat. 

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