AP2004

Die Belgier bleiben der Europäischen Union weiter sehr treu

Die übergroße Mehrheit der Belgier bleibt standhaft von den Vorteilen der Mitgliedschaft ihres Landes in der EU überzeugt. Aus dem aktuellen „Eurobarometer“ ist ersichtlich, dass unsere Landsleute weiter treue EU-Anhänger sind, auch wenn das eine oder andere kritisiert wird.

Laut „Eurobarometer“ sind rund 70 % der Belgier davon überzeugt, dass die EU-Mitgliedschaft unseres Landes eine gute Sache ist. Drei Viertel der Bürger und Wähler in Belgien sind der Überzeugung, dass die europäische Mitgliedschaft von Vorteil ist. Konkret gefragt gibt der gleiche Prozentsatz der Belgier an, im Zuge eines entsprechenden Referendums für einen Verbleib unseres Landes in der EU zu stimmen. Die Belgier stehen dem europäischen Projekt denn auch positiver gegenüber, als der Durchschnitt der EU-Europäer.

Hoher Prozentsatz an Befürwortern“

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass der Prozentsatz der EU-Bürger, die eine Mitgliedschaft in der Union befürwortet, noch nie so hoch war, wie jetzt gerade. Knapp 60 % aller EU-Europäer sagen, dass die Europäische Union eine gute Einrichtung ist. Ein so hoher Wert wurde seit dem Fall der Berliner Mauer und der Unterzeichnung der Maastrichter Verträge 1992 nicht mehr gemessen. Und lediglich in Italien sieht man in diesen Tagen in einer EU-Mitgliedschaft mehr Nachteile als Vorteile, so der „Eurobarometer“.

Positive aber auch kritische Zustimmung“

Aber, diese positive Haltung der EU-Bürger zur Union birgt auch Kritik. Auf die Frage, ob sich die Europäische Union derzeit in die richtige Richtung bewegt, antworten 50 % der Befragten explizit mit einem „Nein“. Hier sind die Franzosen mit einem „Kritikwert“ von 66 % am schärfsten negativ eingestellt. Diese Ansicht tragen aber auch derzeit 53 % der Belgier. Beim letzten „Eurobarometer“ im September 2018 sahen dies noch 61 % unserer Landsleute so. Hier hat sich die Kritik demnach beruhigt. Und doch muss sich die EU mit der Frage beschäftigen, ob sie sich in die richtige Richtung bewegt, denn die Kritik ist in ihrer Deutlichkeit ja wohl nicht gerade zu vernachlässigen. 

Weitere Nachrichten