Petition für mehr Sicherheit am Brüsseler Nordbahnhof

Geschäftsleute und Anwohner in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs halten ihre Umgebung nicht mehr für sicher. Rund 500 von ihnen haben eine entsprechende Petition unterzeichnet, die jetzt dem zuständigen Bürgermeister des Brüsseler Ortsteils Schaarbeek, Bernard Clerfayt (DéFI) überreicht wurde. Darin deuten die Betroffenen, darunter auch Betreiber von Läden und Gastronomiebetrieben im Bahnhof, an, dass sie sich im Stich gelassen fühlen.

Die Händler im Brüsseler Nordbahnhof bringen es auf den Punkt. Ihren Beobachtungen zufolge steigt die Unsicherheit in und um den Bahnhof herum in den Nachmittagsstunden. Dann halten sich im Gebäude und im unterirdischen Bushof teilweise hunderte Flüchtlinge und herumlungernde Jugendliche auf. Dabei werden Drogen gedealt und genommen und nicht selten kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und zu Diebstählen.

Am Abend wird es wohl noch schlimmer. Und dann, am anderen Morgen, so ein betroffener Geschäftsmann, müssen Putzkolonnen mit Spezialausrüstung den Müll wegräumen. Nicht zuletzt sorgt auch die Tatsache, dass sich für so viele Menschen, die dort eigentlich nicht sein müssten, keine wirklichen sanitären Bedingungen herrschen - mit allen Folgen davon.

Die Betroffenen, darunter Händler und Geschäftsleute, Gastronomen, Anwohner und auch Bahnpendler, haben jetzt die Nase voll, denn es ändert sich an der Situation nichts. Eigentlich bestätigen die Unterzeichner der Petition die Sorgen der Busfahrer der flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn, die seit Monaten gegen Unsicherheit und Unsauberkeit im Nordbahnhof protestieren. Sie wollen den Bahnhof gar nicht erst mehr anfahren… 

Umsatzrückgänge“

Inzwischen stellen die Händler fest, dass ab den späteren Nachmittagsstunden deren Umsätze sinken. Ihre Kunden haben offenbar Angst davor, noch ihre Einkäufe im Nordbahnhof zu tätigen. Mehr Polizei wird gefordert und die zuständige Politik soll endlich aktiv werden, heißt es in der Petition, die Schaarbeeks Bürgermeister Clerfayt überraucht wurde.

Dazu ist zu bemerken, dass der Brüsseler Nordbahnhof auf dem Gebiet der Gemeinde Schaarbeek liegt. Dies stößt auch und gerade in solchen Fragen oft auf Zuständigkeitsprobleme. Ist hier die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB gefragt? Oder die Stadt Brüssel? Vielleicht die Region Brüssel-Hauptstadt?

Konkrete Lösungen sind nicht in Sicht und um die vielen Flüchtlinge kümmert sich außer ehrenamtliche Helfer aus den Reihen von humanitären Organisationen auch niemand. Ganz nebenbei. Gegen die Flüchtlinge an sich haben die Beschwerdeführer nichts. Sie tun ihnen in ihrer aussichtslosen Lage eher leid…