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Belgiens Außenamt verschärft die Reisewarnung für Sri Lanka

Das belgische Außenministerium in Brüssel rät in einer Pressemitteilung am Freitag davon ab, auf nicht unbedingt wichtige Reisen nach Sri Lanka zu verzichten. Nach den Anschlägen auf Moscheen und Hotels in der vergangenen Woche habe sich die Sicherheitslage auf dieser Insel nicht verbessert. Eher das Gegenteil sei der Fall. 

Das belgische Außenamt ist deutlich und verschärfte seine Reisewarnung für Sri Lanka am Freitagnachmittag:

Gesuchte Terroristen sind weiter flüchtig, neue Anschläge in dem Land können nicht ausgeschlossen werden. Es liegt eine erhöhte Möglichkeit von Spannungen zwischen den Gemeinschaften vor.

Auf alle nicht-essentiellen Reisen nach Sri Lanka sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, so das Außenministerium. Die Behörde erinnert daran, dass in Sri Lanka eine nächtliche Ausgangssperre herrscht und dass dort der Ausnahmezustand gilt.

Am 21. April fanden in Colombo, Negombo und Batticaloa mindestens 8 Explosionen statt, bei denen hunderte Menschen aus den In- und Ausland getötet oder verletzt wurden. Seit dem findet Sri Lanka nicht zur Ruhe. 

Reiseveranstalter reagieren

Gleich mehrere in Belgien aktive Reiseveranstalter haben Kunden, sie sich derzeit auf Sri Lanka aufhalten. TUI Belgien hat 11 hiesige Urlauber vor Ort, von denen drei am kommenden Wochenende ohnehin nach Hause zurückkommen. Den verbleibenden 8 Landsleuten wird eine vorzeitige Rückkehr angeboten. Zudem streicht TUI Belgien alle Sri-Lanka-Flüge für mindestens zwei Wochen.

Thomas Cook in Belgien gibt an, dass sich weniger als 10 ihrer Kunden aus unserem Land in Sri Lanka aufhalten. Auch dieser Reiseveranstalter bietet seinen Urlaubern eine verfrühte Heimreise an, lässt aber durchblicken, dass man diese Leute nicht dazu verpflichten könne, die Heimreise anzutreten.