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Brauerei-Gigant AB InBev verlagert Biertransporte aufs Binnenschiff

Der belgisch-brasilianische Brauereigigant AB InBev wird einen Teil seiner inländischen Biertransporte von Lastwagen auf Binnenschiffe verlagern. In dieser Woche legte ein erstes Binnenschiff mit Containern voller Bierkästen in Lüttich ab, um seine Ladung nach Antwerpen zu befördern. AB InBev will damit noch dieses Jahr auf bis zu 5.000 LKW-Fahrten verzichten können.

Als das erste „Bierschiff“ von AB InBev im Lütticher Binnenhafen beladen wurde (Foto) sagte Belgiens scheidender Premierminister Charles Michel (MR), der bei dem Vorgang zugegen war, dass das Brauereiunternehmen hiermit ein starkes Signal gebe: „Transport über das Wasser muss genutzt werden, um die manchmal stark überlasteten Straßen zu entlasten. Hier ist die Rede von 5.000 Lastwagen pro Jahr weniger auf den Straßen. Das ist ein starkes Signal.“

Das „Bierschiff“ wird von AB InBev gemeinsam mit der Hafengruppe Euroports und dem Containerunternehmen TFC betrieben. Jede Woche sollen durchschnittlich 100 Container von Lüttich aus über den Albertkanal zum Antwerpener Hafen gebracht werden, von wo die Bierladung weiter ins Ausland verschifft wird. Dabei handelt es sich in erster Linie um Bier der Marke Stella Artois. Von dieser Biersorte im AB InBev-Sortiment gelangen rund 90 % der Produktion in den Export.

AB InBev will mit dem „Bierschiff“ schon nächstes Jahr versuchen, insgesamt 10.000 LKW-Fahrten einsparen zu können. AB InBev-Manager Steven Van Belleghem gab an, dass mit dieser Transportmöglichkeit über die Binnenwasserwege auch der CO2-Ausstoß der Transportkapazität seines Unternehmens um bis zu 30 % gesenkt werden könne. Insgesamt will die Brauereigruppe bis 2025 seinen gesamten CO2-Ausstoß um 25 % senken. 

AFP
Premier Michel und AB InBev-Manager Van Belleghem AFP