Mehrwegbecher sind eine gute Lösung Nicolas Maeterlinck

Festivals und Events in Flandern dürfen bald keine Wegwerfbecher mehr nutzen

Ab dem kommenden Jahr sind die Veranstalter von Festivals, Straßenfesten und anderen öffentlichen Events in Flandern dazu verpflichtet, auf Wegwerfbecher, Plastikfläschchen und Einwegbesteck zu verzichten. Diese Maßnahme ist eine Folge der Regelungen der Landesregierung, um den Plastikmüll zu verringern.

Das Verbot von Einwegprodukten aus Plastik ist in Flandern ab 2020 gültig und betrifft jegliche Form von öffentlichen Veranstaltungen. Diese Auflage gilt sowohl für kleine Dorf- oder Schützenfeste, als auch für Megaevents, wie z.B. Rock Werchter und Tomorrowland oder auch Sportveranstaltungen, wie die Flandernrundfahrt oder die 10 Miles von Antwerpen.

Das bedeutet, dass alle Veranstalter ihre Getränke in Mehrwegbechern verkaufen müssen und dass Catering nicht mehr mit Einwegbesteck aus Plastik ausgegeben werden darf. Die flämische Landesabfallbehörde OVAM schlägt vor, z.B. Softdrinks aus Glasflaschen zu nehmen oder über Zapfanlagen, ähnlich denen für Bier zu verkaufen.

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Ist bald nicht mehr angesagt...

Allerdings steht es Veranstaltern auch frei, diese Regelung der Landesbehörden zu umgehen, doch auch dann müssen sie bestimmte Auflagen erfüllen. Das ist dann z.B. die Verpflichtung, das Abfallaufkommen zu mindestens 90 % einzusammeln und der Wiederverwertung zuzuführen. Ab 2022 muss sogar 95 % des Plastikabfallaufkommens von Veranstaltern zu deren Kosten beseitigt werden. Bei OVAM heißt es dazu: „Die Beweislast liegt beim Veranstalter“.

Jahrelange Erfahrung hat in diesem Zusammenhang erwiesen, dass Mülltrennung bei (Groß-)Veranstaltung nicht funktioniert. Die beste Lösung ist demnach, was viele Organisatoren auch in Flandern bereits handhaben, ein Mehrwegbecher-System mit Pfand. Damit kann enorm viel Plastikmüll vermieden werden und Mehrwegbecher aus Hartplastik können mehrere Jahre lang immer wieder genutzt werden. 

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