BELGA/KRAKOWSKI

Flugsicherung Skeyes muss liefern, sonst drohen hohe Zwangsgelder

Die belgische Flugsicherung Skeyes (früher Belgocontrol) muss bis Montag einschließlich ihrer Dienstleistung am Flughafen von Lüttich in Bierset nachkommen. Andernfalls drohen hohe Zwangsgelder. Dies hat ein Richter in einer einstweiligen Verfügung festgelegt, die zwei Luftfrachtunternehmen erwirkte, die am Standort Lüttich aktiv sind.

Falls der Flugverkehr an diesem Wochenende durch Streiks, Krankmeldungen oder Personalmangel bei der Flugsicherung Skeyes unterbrochen werden muss oder gar ganz ausfällt, dann droht der staatlichen Behörde ein Zwangsgelde von 250.000 € pro Stunde Ausfall. Seit Wochen sorgt ein Sozialkonflikt bei Skeyes für Unterbrechungen bei der Flugsicherung, wovon vor allem der Brussels Airport in Zaventem und der Lütticher Cargo- und Regionalflughafen in Bierset das Opfer waren.

In letzter Zeit häufen sich Fälle von Unterbrechungen in der Nacht, was weniger die Passagierflüge betrifft, sondern eher die nächtlich arbeitenden Cargobetriebe. Für diese war nach einigen Problemen zuletzt das Maß voll und zwei Lütticher Unternehmen zogen vor Gericht und erwirkten die einstweilige Verfügung. Kläger sind Liège Cargo Handling Services (LACHS) und Cargo Airlines (CAL).

Inzwischen laufen die Sozialverhandlungen bei Skeyes unter Vermittlung von zwei Schlichtern weiter. Die Gewerkschaften fordern vor allem mehr Personal und ein menschlicheres Schichtsystem, bzw. eine Führung, die ihre Verantwortung übernimmt. Inzwischen haben die Gewerkschaften einen ultimativen Vorschlag zur Lösung hinterlegt, der in der kommenden Woche besprochen werden soll.