Belga

Hoher Gesundheitsrat: „Kinder rascher gegen Masern impfen!“

Nach Ansicht des Hohen Gesundheitsrats in Belgien sollten Kinder rascher ihre zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten. Zweite Impfungen sollen für einen vollständigen Schutz gegen solche Krankheiten sorgen. Mit dieser Forderung wollen die Experten des Gesundheitsrates dabei helfen, Krankheiten, wie die gerade wieder grassierenden Masern auch bei uns einzudämmen. 

Seit Februar wurden in Belgien insgesamt 90 Masernfälle bekannt. In erster Linie sind davon Personen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen, die ihre zweite Impfung nicht erhalten haben. Schätzungen zufolge haben derzeit nur etwa 87 % aller Jugendlichen überhaupt eine zweite Impfung gegen Masern und andere derartige Krankheiten erhalten.

Erste Impfungen werden Kindern in der Regel im Alter von 12 Monaten verabreicht und die zweite Impfung erfolgt zwischen 10 und 13 Jahren. Das ist dem Hohen Gesundheitsrat viel zu spät. Hier wird jetzt gefordert, diese zweiten Impfungen in einem Alter zwischen 7 und 9 Jahren, spätestens mit 10 Jahren zu verabreichen.

Corinne Vandermeulen vom Hohen Gesundheitsrat in Belgien sagte gegenüber VRT NWS, dass solche früheren Impfungen im Ausland bereits durchgeführt werden: „Wir hatten bisher keinen Grund dazu, das Impfalter anzupassen, doch die jüngsten Entwicklungen und Fälle ließen uns doch den Entschluss treffen, das Impfalter zu senken.“