Ministerpräsident(in)? Hilde Crevits (CD&V) will Bart De Wever (N-VA) herausfordern

Die aktuelle Bildungsministerin der flämischen Landesregierung, die Christdemokratin Hilde Crevits (CV&V - Foto), tritt für ihre Partei als Spitzenkandidatin für das Amt des flämischen Ministerpräsidenten an. Crevits ist laut dem letzten Politbarometer, der in diese Woche auch im Auftrag von VRT NWS veröffentlicht wurde, die beliebteste Politikern in Flandern. Sie soll N-VA-Parteichef Bart De Wever herausfordern, den Spitzenkandidaten der flämischen Nationaldemokraten für das Amt des Landeschefs.

Die flämischen Christdemokraten setzen auf Hilde Crevits als Spitzenkandidatin für das Amt des flämischen Ministerpräsidenten. Bisher galt sie als Spitzenkandidatin für die CD&V-Liste in Westflandern für die flämischen Landtagswahlen, doch jetzt wollen die flämischen Christdemokraten die Popularität der amtierenden Bildungsministerin nutzen, um mit ihr als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf zu ziehen.

Bei den flämischen Nationaldemokraten gilt es als ausgemacht, dass N-VA-Parteichef und Bürgermeister von Antwerpen, Bart De Wever (Foto unten), als Spitzenkandidat antritt. Er ist im aktuellen Politbarometer der beliebteste Politiker in Flandern und soll die Nachfolge seines Parteikollegen Geert Bourgeois als Landeschef antreten. Bourgeois verabschiedet sich mit den Wahlen vom 26. Mai von der flämischen Landespolitik und zieht für seine Partei in den Europawahlkampf.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter) 

Die anderen flämischen Parteien haben noch keinen eindeutigen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl angedeutet. In Flandern ist es Usus, dass die stärkste Partei in der Regierung, bzw. in der Koalition den Ministerpräsidenten stellt. Wer aber letztendlich Ministerpräsident wird, hängt nicht nur vom Wahlergebnis ab, sondern auch von Verlauf und den Deals bei den Koalitionsverhandlungen. Würde Hilde Crevits Ministerpräsidentin, dann wäre sie die erste Frau in diesem Amt in Flandern. 

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