Kampagne "Respect the ride" für Verkehrssicherheit bei E-Steppern

Lime, ein Anbieter von Miet-E-Steppern, und das belgische Institut für Verkehrssicherheit (VIAS) gehen mit einer PR-Kampagne für sicheres Fahren mit elektrisch betriebenen Rollern an die Öffentlichkeit. Mit „Respect the ride“ werben die Initiatoren für ein verantwortungsbewusstes E-Stepper-Fahren und für Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber diesem neuen Phänomen. 

Lime verteilte im Rahmen dieser Kampagne in Brüssel Fahrradhelme an Stepper-Nutzer, denn dies soll zu mehr Sicherheit beitragen. Ein Problem bei diesem neuen und trendigen Fortbewegungsmittel ist laut VIAS Institute die Tatsache, dass die Fahrer eine stehende Position haben, was bei Unfällen die Möglichkeit eines frontalen Aufpralls erhöht, wie VIAS-Sprecher Stef Willems gegenüber VRT NWS sagte: „Ein Aufprall, sogar bei geringer Geschwindigkeit, kann großen Schaden anrichten. Erst recht, nach dem der Infrastruktur-Ausschuss im Parlament die Richtgeschwindigkeit von 18 auf 25 km/h angehoben hat, ist es im Interesse der Nutzer von E-Steppern, sich zu schützen.“ 

Ein Aufprall, sogar bei geringer Geschwindigkeit, kann großen Schaden anrichten."

VIAS-Sprecher Stef Willems

Zur Erinnerung: E-Stepper-Fahrer müssen sich in Belgien an die gleichen Regeln halten, wie Radfahrer. Ausgenommen sind allerdings Situationen, in denen es verkehrstechnisch möglich ist, in Schritttempo zu fahren. Auch der E-Stepper-Anbieter Lime ist von der Wichtigkeit der Sicherheit in diesem Sinne überzeugt. Alleine Kunden dieses Unternehmens, inzwischen rund 125.000 landesweit, legten bisher über 1 Million Kilometer mit solchen Fahrzeugen zurück. Lime-Benelux-Manager Benjamin Barnathan rät seinen Kunden, die „Charta für gutes Verhalten“ im Rahmen von „Respect the ride“ zu unterzeichnen.

Wir sensibilisieren mithilfe von Meldungen auf unserer App und mit eigenen mobilen Patrouillen, die an die Sicherheit appellieren.“ 

Lime-Benelux-Manager Benjamin Barnathan

Barnathan und Lime wollen Zeichen setzen: „Wir sensibilisieren mithilfe von Meldungen auf unserer App und mit eigenen mobilen Patrouillen, die an die Sicherheit appellieren.“ Der E-Stepper-Anbieter hatte unlängst mehr als 2.000 seiner Kunden zu ihren Befindlichkeiten in Bezug auf diese Verkehrsalternative befragt. 35 % aller Kunden geben an, den eigenen Wagen weniger zu nutzen, 81 % von ihnen kennen die entsprechenden Verkehrsregeln und 71 % deuten an, dass die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und der Mangel an Radwegen Hauptgründe für ein Unsicherheitsgefühl beim Stepper-Fahren seien.

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