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Analyse: Die „60 Sekunden“ von Tom Van Grieken, Vlaams Belang

Am 26. Mai werden die Bürger in Flandern ein neues flämisches, föderales und europäisches Parlament wählen. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Parteien. Die VRT gibt den 7 Parteipräsidenten der wichtigsten Parteien die Möglichkeit, Sie innerhalb von 60 Sekunden von ihrer Partei zu überzeugen. Die Reihenfolge wird durch die nationalen Listennummern und damit durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Parteien auf dem Stimmzettel erscheinen.

Doch dabei allein belassen wir es nicht. Unser Politikredakteur Bart Verhulst hat die Aussagen analysiert und erklärt, was für jede Partei auf dem Spiel steht. Sehen Sie hier das Video von Tom Van Grieken, dem Vorsitzenden der rechtsradikalen flämischen Partei Vlaams Belang und lesen Sie weiter eine Analyse zu dieser Partei von VRT NWS-Kollege Bart Verhulst.

Zentrales Thema der “60 Sekunden” von Vlaams Belang-Parteichef Tom Van Grieken ist „Mehr Autonomie für Flandern“. „Dann können wir die flämische Identität beschützen und Massen-Einwanderung und Islamisierung stoppen“, sagt Tom Van Grieken. Mit mehr flämischer Autonomie will Vlaams Belang unsere soziale Sicherheit instand halten. „Wir müssen damit aufhören, das OCMW (das Öffentliche Sozialhilfezentrum (A.d.R.!)) der ganzen Welt zu sein“, so Van Grieken weiter, der sich für „unsere Leute“ einsetzen will. 

Was sagt VRT NWS-Politikredakteur Bart Verhulst zu den „60 Sekunden“ von Tom Van Grieken, dem Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei Vlaams Belang? Was fiel ihm auf? Und was sind die Schwerpunkte von Vlaams Belang bei den kommenden Wahlen?

„Van Grieken will in seinen 60 Sekunden die Unterschiede zur N-VA deutlich machen, ohne sie beim Namen zu nennen“, so Bart Verhulst. Vlaams Belang hatte bei den letzten Wahlen viele Stimmen an die flämischen Nationaldemokraten verloren. „Einwanderung, Identität und Autonomie sind Themen, die wir mit der N-VA assoziieren, doch Vlaams Belang will diese Themen auch für sich beanspruchen.“ Wenn Tom Van Grieken über ‚sich Sorgen um die eigenen Leute machen‘ spricht, dann klingt das vertraut in unseren Ohren, so Bart Verhulst: „Das ist die gleiche Botschaft wie ‚Das eigene Volk zuerst‘, klingt aber sanfter.“

Laut Bart Verhulst erscheint das Sozialprogramm der Rechtsradikalen eher links, während die Einwanderungspolitik klar rechts ansetzt. „2014 kam Vlaams Belang nur knapp über die Wahlhürde im flämischen Parlament. Doch jetzt könnten enttäuschte N-VA-Wähler wieder zurückkommen und die Partei kann wieder wachsen“, beschließt der VRT-Politikspezialist.