IS-Führer al-Baghdadi spricht in Videobotschaft von belgischem Kämpfer

Von IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi (Foto) ist nach fünf Jahren noch einmal eine Video-Botschaft aufgetaucht. In dieser von der IS-Pressagentur Furquan veröffentlichten Botschaft ist auch die Rede von einem belgischen IS-Kämpfer. Die belgischen Sicherheitsbehörden können derzeit nur vermuten, um wen es sich dabei handelt.

Dass Abu Bakr al-Baghdadi noch lebt, auch wenn immer wieder gegenteiliges behauptet wird, scheint dieses neue Video mit ihm zu belegen. Darin spricht der IS-Führer über aktuelle Ereignisse, z.B. die jüngsten Wahlen in Israel, den Rücktritt des algerischen Präsidenten Bouteflika in Algerien und auch über die Probleme im Sudan. Themen sind auch die Anschläge von Sri Lanka (auch wenn al-Baghdadi in diesem Moment nicht im Bild ist) und auch die schweren Kämpfe um die letzte IS-Hochburg in Baghouz im Osten von Syrien.

In diesem Zusammenhang vermeldet al-Baghdadi auch die Namen einiger IS-Kämpfer. Fachleuten und Analysten zufolge spricht der IS-Führer in solchen Fällen ausschließlich von Kämpfern, die in der IS-Hierarchie seht hoch stehen oder standen. Neben zwei Brüdern aus Frankreich und einem Saudi-Araber, die erst kürzlich im Kampf gefallen sein sollen, ist auch die Rede von einem Belgier mit Namen „Abu Yasir al-Belgiki“.

Dschihad-Experte Montasser AIDe’emeh, der für die Universität Löwen (KU Leuven) tätig ist, gibt dazu an, dass dies ein Kampfname ist, der verwendet wird, um den Betroffenen aus dem Blickfeld der Sicherheitsdienste zu bringen. Wer dies aber tatsächlich sein kann, ist unklar. AIDe’emeh vermutet gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen, dass dies Nabil Kasmi sein könnte, der erste belgische IS-Kämpfer, der nach Syrien gegangen ist. Kasmi soll kürzlich erst in Baghouz ums Leben gekommen sein. Ob die belgischen Sicherheitsdienste mehr dazu wissen, ist derzeit nicht bekannt.

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