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Analyse: Was steht für die flämischen Grünen von Groen auf dem Spiel?

Am 26. Mai werden die Bürger in Flandern für ein neues flämisches, föderales und Europäisches Parlament stimmen. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Parteien. Die VRT gibt den 7 Parteipräsidenten die Möglichkeit, Sie innerhalb von 60 Sekunden von ihrer Partei zu überzeugen. Die Reihenfolge wird durch die nationalen Listennummern und damit durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Parteien auf dem Stimmzettel erscheinen.

Doch dabei allein belassen wir es nicht. Unser Politikspezialist Bart Verhulst hat die Aussagen analysiert und erklärt, was für jede Partei auf dem Spiel steht. Sehen Sie hier das Video der Parteipräsidentin der flämischen Grünen Groen, Meyrem Almaci und eine Analyse zur Partei. Bis kurz vor den Wahlen veröffentlichen wir jede Woche zwei Parteien.

Grün ist eben Grün und Grün ist heiß, jedenfalls das Thema der Grünen, das Klima. Es ist ein Geschenk des Himmels für diese Partei. Doch ob sie dieses Thema auch in ein gutes Wahlergebnis umsetzen kann? Das ist für die Vorsitzende Meyrem Almaci die Herausforderung. „Mit Groen wollen wir eine humanere, gerechtere und gesündere Politik. Unser Land steht vor vielen Herausforderungen, hat aber auch viel Hoffnung und Willenskraft. Und damit wollen wir eine Umkehr ermöglichen. Eine Wende zu einer humaneren Politik, eine Politik mit mehr Händen im Klassenzimmer und mehr Händen in der Pflege, so dass wir den Kindern den Unterricht geben können, den sie benötigen und gleichzeitig die Wartelisten abarbeiten“, so Almaci.

Was hier auffällt ist, dass Almaci zunächst über Bildung und den Pflegesektor spricht. Ich denke, sie will vor allem unterstreichen, dass ihre Partei über mehr Themen etwas zu sagen hat, als allein über das Klima. Und doch: Grün hat als erste Partei einen bezifferbaren Klimaplan, allerdings stößt dieser auch auf jede Menge Widerstand. Vielleicht spricht sie aus diesem Grund zunächst über etwas anderes.

Grün will auch „eine gerechtere Politik. Wir wollen die Energierechnung der Menschen wieder reduzieren und wir möchten um einen Beitrag der größten Vermögen und der größten Umweltverschmutzer bitten. Schließlich wollen wir eine gesündere Politik. Wir wollen einen echten integrierten Klimaplan, ein Klimagesetz und gleichzeitig mehr Grün und mehr Raum zum Atmen in unserer Gegend, damit wir dort gemeinsam vorankommen. Das ist unser Plan A, weil es keinen Planeten B gibt.“

Aber was ist der Plan A für Groen selbst? Die Grünen wollen vor allem wieder mitregieren. Sie haben das einmal geschafft - zwischen 1999 und 2003. Doch das ist ihnen sauer aufgestoßen. Sie erlitten danach eine gigantische Wahlniederlage und verschwanden sogar aus dem Parlament. Das ist inzwischen jedoch alles verdaut und die Partei hat in den letzten Jahren gut von der Opposition aus Punkte gemacht, und auch in den Umfragen liegt Groen ziemlich weit oben. Sie holen dort bis zu 15 Prozent und es sieht ganz danach aus, dass sie die zweite Partei werden.

Eine gute Umfrage bedeutet für Grün allerdings nicht immer ein gutes Wahlergebnis. Doch wer weiß, wird das in Zeiten des Klimawandels anders.