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Analyse: Was steht für die sozialdemokratische SP.A auf dem Spiel?

Am 26. Mai werden die Bürger in Flandern für ein neues flämisches, föderales und Europäisches Parlament stimmen. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Parteien. Die VRT gibt den 7 Parteipräsidenten die Möglichkeit, Sie innerhalb von 60 Sekunden von ihrer Partei zu überzeugen. Die Reihenfolge wird durch die nationalen Listennummern und damit durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Parteien auf dem Stimmzettel erscheinen.

Doch dabei allein belassen wir es nicht. Unser Politikspezialist Bart Verhulst hat die Aussagen analysiert und erklärt, was für jede Partei auf dem Spiel steht. Sehen Sie hier das Video des Parteipräsidenten der flämischen Sozialdemokraten SP.A, John Crombez und eine Analyse des Politikexperten Bart Verhulst zur Partei.

Laut Crombez seien die Menschen unsicher geworden und sie fragten sich, was die Zukunft wohl bringen werde. Die sozialdemokratische SP.A. will diese Gewissheit zurückgewinnen. "Der Wohlstand nimmt zu, aber die Menschen, die arbeiten, bekommen immer weniger davon ab", sagt Crombez. Seine Partei möchte, dass die Schulrechnungen, die Energierechnungen und die Rechnungen für die Kinderbetreuung sinken.

Laut VRT-Politikexperte Bart Verhulst fahre die SP.A. mit einem ungefilterten linken Programm auf. "Sie verbinden ihre Grundidee der "Chancengleichheit" damit, dass nicht jeder vom Fortschritt profitiert", sagt Verhulst. Damit räume Crombez ein, dass es Fortschritte gegeben hat. Dieses Eingeständnis ist wohl nicht einfach für eine Oppositionspartei. "Die Partei konnte aus der Opposition heraus punkten, z.B. bei der F-16-Akte. Doch sie hat viel Konkurrenz auf der linken Seite, von der PVDA und Groen, die im Parlament oft eine bessere Figur machten."

Vor fünf Jahren erzielte die SP.A 14% im flämischen Parlament. "Doch jetzt ist es das Ziel, nicht unter 10% zu fallen. Die Partei geht mit einer Reihe junger und unerfahrener Kandidaten in die Wahl. Das ist ein Risiko", weiß Verhulst.