Gesucht: 1.300 Lehrer pro Monat

Letztes Jahr waren im Durchschnitt 1.297 Stellen pro Monat für Lehrerinnen und Lehrer der flämischen Grund- und Sekundarschulen zu vergeben. Das ist dreimal so viel wie vor fünf Jahren, zeigen die Zahlen des flämischen Arbeitsamtes VDAB.

Die Zeitung Het Nieuwsblad zitiert an diesem Samstag mehrere Schulleiter. Die Schüler müssten sich aufgrund des akuten Lehrermangels immer häufiger selbst beschäftigen, sagen sie. Der akute Lehrermangel mache sich vor allem in den Fächern Mathematik, Französisch und Technik bemerkbar. Dort gebe es Engpässe, so die Schulleiter.

Die Attraktivität des Berufsstandes hat abgenommen. Die Zahl der Einschreibungen für die Lehrerausbildung an Hochschulen ist in den letzten Jahren um ein Fünftel gesunken. Und angehende Lehrer brechen schneller ab als je zuvor.

Die Direktoren machen sich sorgen um die Zukunft. Nach den Prognosen der flämischen Regierung werden in den kommenden Jahren durchschnittlich 6.000 zusätzliche Lehrer benötigt.

Um die Defizite zu beheben, wollen die Mehrheitsparteien N-VA, Open VLD und CD&V, dass Personen, die aus dem Privatsektor ins Schulamt wechseln, zumindest einen Teil ihres Dienstalters mitnehmen dürfen. Dies ist bislang nur für technische Fächer für maximal zehn Jahre möglich.