Sozialkonflikt bei Skeyes geht weiter

Der Sozialkonflikt bei Skeyes, das Unternehmen, das für die Flugsicherung in Belgien zuständig ist, ist immer noch nicht gelöst. Trotz Vermittlungsversuchen konnte am gestrigen Freitag keine Einigung zwischen der Unternehmensleitung und den Gewerkschaften erzielt werden.

Der nächtliche Flugverkehr ist seit einigen Wochen gestört, weil es offenbar zu wenige Fluglotsen gibt. Am gestiegen Freitagabend war das erneut der Fall. Auch gestern Abend konnte wieder mehrere Stunden lang kein Flugzeug aufsteigen oder landen.

Die verschiedenen belgischen Flugsicherungstürme sind unzureichend besetzt. Die Gewerkschaften sagen, dass dies auf einen Personalmangel zurückzuführen ist

Direktion und Gewerkschaften hatten den gesamten Freitag verhandelt und standen kurz vor einer Einigung. Aus der dann aber doch nichts wurde.

Die auf dem Tisch liegende Vereinbarung enthält mehr Lohn für weniger Arbeitsstunden und eine Neuordnung des Dienstes, so dass es doch weniger Nachtunterbrechungen gibt. Die Gewerkschaft warnt davor, dass diese selbst mit einer Vereinbarung nicht ausgeschlossen werden könnten.

“Das Management will schnell eine Einigung erzielen", beteuerte Skeyes am Samstagmorgen, einen Tag nach der Unterbrechung des sozialen Schlichtungsverfahrens in dem für die Flugsicherung zuständigen Unternehmen. Der gemeinsame Ausschuss will am kommenden Freitag erneut zusammentreten. "Das Management von Skeyes möchte allen am sozialen Dialog beteiligten Parteien Zeit geben, um in ihren Organisationen die Vorschläge zu diskutieren, die es während des Vermittlungsverfahrens auf den Tisch gelegt hat", fügte Skeyes in einer Erklärung hinzu.

Die Unternehmensleitung bedauere die Haltung "einiger Partner", die nicht kompromissbereit seien, hieß es auch noch. Von Gewerkschaftsseite war zu hören, dass das Management nicht die Zeit gegeben habe, ihre Basis zu konsultieren.

Skeyes hofft nun, dass Direktion und Gewerkschaften am 10. Mai zu einer Einigung finden.

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