Ein Österreicher pilgert rund 850 Kilometer weit zur Europawahl nach Brüssel

Barfuß, ohne Geld und Proviant. Nur mit der Kleidung am Leib, die er gefunden hat, und einem etwa 850 Kilometer weit entfernten Ziel vor Augen. Von St. Georgen bis nach Brüssel will der Österreicher Dominik Ployer (Foto) . Unter dem Motto "wählen gehen" wirbt er für Werte wie Freiheit, Toleranz und Demokratie. Bis zum 26. Mai, dem Tag der Europawahl, will er in Brüssel ankommen und dort sein Kreuzchen machen. Und so gehend für etwas stehen, das ihm wichtig ist.

Mit einer rosafarbenen Kissenhülle, einem ausrangierten Handtaschengurt als Trageriemen, dem Equipment fürs Handy und etwas Kleinkram wie einem alten Küchenmesser – damit ist Dominik Ployer aus dem österreichischen Sankt Georgen im Attergau Ende April losgezogen.

Dominik Ployer geht das Ganze so spontan an, wie den Entschluss, überhaupt loszumarschieren. Vier, fünf Tage bevor er tatsächlich losgegangen ist, fiel nämlich erst die Entscheidung. Und so packte er seine Kissenhülle.

Mit seiner Aktion will der gelernte Heilmasseur und Philosophiestudent ein Zeichen setzen. Er will sich für Werte wie Gleichheit, Freiheit und Menschenrechte einsetzen. "Wir müssen für unsere Enkelkinder Visionen entwickeln", sagt er. Gleich einem Förster, der Bäume pflanzt für die Generationen nach ihm. Die Europäische Union ist für ihn ein Schritt in die richtige Richtung. "Sie ist nur eine Zwischenlösung", sagt er. Eine Zwischenlösung hin zu globalen Werten. Umso wichtiger sei es deswegen, dass die Menschen die EU zu schätzen wissen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. (Quelle: Alt-Neuöttinger Anzeiger)