Reinigungspersonal im Brüsseler Nordbahnhof wird gegen Hepatitis geimpft

Die regionale Brüsseler Reinigungs- und Abfallbeseitigungsbehörde „Net Brussel“ wird die Mitarbeiter, die im Brüsseler Nordbahnhof den Müll beseitigen, präventiv gegen Hepatitis A und B impfen. Der Vorgang betrifft 10 Mitarbeiter der Behörde, wie „Net Brussel“ nach entsprechenden Medienberichten bestätigte. 

Der Nordbahnhof in Brüssel ist für viele illegale Einwanderer, Flüchtlinge und Transitmigranten auf dem Weg auf die britischen Inseln eine wichtige Anlaufstelle. Zeitweise halten sich dort und in der näheren Umgebung mehrere hundert bis mehr als 1.000 Personen auf. Doch die Umgebung und erst recht der Bahnhof selbst, sind auf diese große Zahl an Menschen dort nicht eingerichtet. Das größte Problem sind die fehlenden sanitären Einrichtungen, die ein riesiges Hygieneproblem mit sich bringen und das enorme Abfallaufkommen.

Besonders viel Arbeit haben die dort arbeitenden Reinigungskräfte und die Müllentsorger von „Net Brussel“, die jetzt präventiv gegen Hepatitis A und B geimpft werden. Bisher ist noch niemand von ihnen dort bei oder nach der Arbeit krank geworden, so ein Sprecher der regionalen Behörde.

Doch bei einigen Flüchtlingen im oder am Bahnhof wurden bereits Hinweise auf Malaria und Tuberkulose festgestellt oder es wurden die Krätze diagnostiziert. Die dort aktiven NGO’s „Ärzte der Welt“ geben dazu allerdings an, dass die gesundheitliche Lage dort bis auf weiteres nicht besorgniserregend sei.

Die Lage im Nordbahnhof bleibt allerdings angespannt. Die Busfahrer der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft fahren diesen Bahnhof seit Tagen nicht mehr an und die im Bahnhof niedergelassenen Geschäfte und Gastronomiebetriebe beklagen sich über Umsatzrückgänge und über mangelnde Sicherheitsbedingungen für ihre Beschäftigten und ihre Kunden.