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Tausende Lichter und weiße Rosen auf Mahnwache für die ermordete Julie Van Espen

In Antwerpen hielten am gestrigen Mittwochabend zwischen 1.500 und 3.000 Menschen eine Totenwache für Julie Van Espen. Sie taten dies auf dem Treidelpfad, wo die Studentin aus Schilde durch Steve Bakelmans ermordet wurde.

Die Organisatoren der Mahnwache hatten gebeten, eine weiße Rose und eine Taschenlampe oder Kerze mitzubringen. Mit langem Applaus zu Ehren des Opfers sowie Liedern und Musik wollten die Teilnehmer den Angehörigen des Opfers ihre Unterstützung bekunden, aber auch die Schwächen des Rechtssystems anprangern. Politische Vertreter und Feuerwehrleute waren ebenfalls gekommen.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Verdächtige, der die Ermordung der jungen Frau inzwischen gestanden hat, vorübergehend auf freiem Fuß in Erwartung eines Berufungsurteils. Er war in erster Instanz wegen Vergewaltigung verurteilt worden, ging aber in Berufung.

Die Leiche von Julie van Espen, die seit Samstag verschwunden war, wurde am Montag im Albertkanal in Antwerpen gefunden.

Die Leute, die zur Mahnwache gekommen waren, wollten Julies Familie unterstützen, obwohl die Familie selbst nicht anwesend war. Sie kritisieren vor allem auch die Regierung und sind der Meinung, dass die Justiz dieses Mal nicht verschont werden sollte.

Auch für Sonntag ist ein Schweigemarsch in Antwerpen geplant. Mit dieser Aktion soll gegen sexuelle Gewalt protestiert und ein strengeres Vorgehen gegen diese Art von Kriminalität gefordert werden.