Flandern: Grundwasserspiegel nach trockenem April noch niedriger

Die Trockenheit der letzten Monate und des Sommers 2018 haben dafür gesorgt, dass in weiten Teilen des belgischen Bundeslandes Flandern die Grundwasserspiegel zu niedrig sind. Neuesten Messungen der regionalen Flämischen Umweltgesellschaft VMM zufolge sind die Pegel im vergangenen Monat April weiter gesunken, denn es hatte wieder nicht ausreichend geregnet.

Dass der April ein seht trockener Monat war, zeigt sich laut Messungen der VMM in den obersten Lagen der Grundwasserreserven. Vor allem in der Provinz Flämisch-Brabant und im Süden der Provinz Limburg sind die Grundwasserspiegel für diese Jahreszeit enorm niedrig. Im Rest Flanderns ist die Lage etwas besser, doch von einer Entspannung kann hier ebenfalls nicht wirklich die Rede sein.

Die Flämische Umweltgesellschaft rät der Bevölkerung, weiter sparsam mit Wasser umzugehen. Wo möglich, sollte man versuchen, Regenwasser aufzufangen, um damit zu putzen oder um Pflanzen zu begießen.

Die regionale Antwerpener Wassergesellschaft Waterlink will der akuten Wasserknappheit in den kommenden Jahren mit einer neuen Wasseraufbereitungsanlage entgegentreten. Dort werden 32 Mio. € investiert, um mit einer neuen Anlage Abwasser zu filtern und zu Trinkwasser zu machen.

Ab 2022 soll diese Anlage zusätzliches Wasser im trockenen Jahreszeiten liefern. Neben Abwasser soll auch Wasser aus dem Albertkanal auf diesem Wege geklärt und zu Trinkwasser aufbereitet werden. Bevor die Investitionssumme freigemacht wird, soll eine Machbarkeitsstudie einen Rahmen dazu stecken, heißt es bei Waterlink dazu. 

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