Ostflandern: 11 Menschen mit Legionellen in Krankenhäuser eingeliefert

In der Gegend um die ostflämische Ortschaft Evergem ist ein Ausbruch von Legionellen-Bakterien festgestellt worden, wie das Landesgesundheitsamt gegenüber VRT NWS bestätigte. Bisher sind 11 Personen mit für Legionellen typischen Krankheitssymptomen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Über die Herkunft der Bakterien wurde noch nichts bekannt.

Alle 11 Patienten erkrankten innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne, nämlich zwischen dem 29. April und dem 6. Mai. In einer Pressemitteilung gab das flämische Gesundheitsamt zu verstehen, dass die Lage sehr genau beobachtet werde: „Weil alle Patienten innerhalb einer relativ kurzen Zeitdauer erkrankten, vermuten wir, dass die Quelle der Legionellen-Ansteckung inzwischen unter Kontrolle ist, doch die Situation wird aus nächster Nähe beobachtet.“

Da die Inkubationszeit bei Legionellen bis zu 19 Tage andauern kann, wird davon ausgegangen, dass vielleicht noch mehr Personen mit der Legionellen-Quelle in Kontakt gekommen sind und vielleicht noch an den entsprechenden Symptomen erkranken, so das Amt. Man habe noch keine Hinweise auf die Quelle der Ansteckungen. Nicht selten sei bei einer so kurzen Ansteckungsperiode auch nicht unbedingt nachzuweisen, woher die Legionellen kommen.

Legionellen sind Bakterien, die z.B. in Trinkwassersystemen auftauchen können. Man kann sich über das Einatmen von kleinen Wassertröpfchen anstecken, die z.B. aus Duschköpfen oder Klimaanlagen kommen oder auch aus dem Nebeldunst von Kühltürmen von Industrieanlagen oder Kraftwerken stammen können.

Eine Legionellen-Pneumonie, auch Legionärskrankheit genannt, ist eine Form von Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wird. Sie kann sich durch Husten, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und hohes Fieber äußern. Sie kann auch zu Durchfall führen oder zu Verwirrt bei den Patienten kommen. Bei besonders schweren Erkrankungen können Legionellen in seltenen Fällen auch zum Tode führen.

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