“Right(s) Now”-Demo in Brüssel für Klima und Sozialrechte

Neben dem Schweigemarsch gegen (sexuelle) Gewalt in Antwerpen nach dem Mord an Julie Van Espen wurde am Sonntagnachmittag auch eine Demonstration in Brüssel organsiert.  Die Kundgebung wurde von verschiedenen Organisationen wie Greenpeace, 11.11.11, den Gewerkschaften und der Kulturbewegung „Hart Boven Hard“ (dt.: Herz statt Härte) organisiert. Nach Angaben der Polizei waren 15.000 Menschen anwesend, die Organisatoren zählten 20.000 Teilnehmer. Sie fordern die nächste Regierung auf, mehr für den Klimaschutz zu tun und eine sozialere Politik zu betreiben. 

“Right(s) Now”- Mit diesem Slogan hatten die Organisatoren zur Demo nach Brüssel gerufen. Gegen 14.00 Uhr zog die Kundgebung los. Sie dauerte etwa zwei Stunden und verlief friedlich. Die Teilnehmer forderten eine mutige Klimapolitik und mehr soziale Rechte.

"Was wir fordern, ist im Grundgesetz verankert", so die Organisatoren. "In Artikel 23 heißt es: "Jeder hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben". Konkret bedeute das: ein gesundes Klima, einen guten Job, gleiche Rechte, bezahlbare Pflege, eine humane Migrationspolitik und ein ausreichendes Einkommen.  

Aber was verlangen die Organisatoren konkret? In den letzten Monaten hat „Hart Boven Hard“ (Herz statt Härte) eine Online-Umfrage durchgeführt, bei der 15.000 Belgier über 23 Vorschläge für die nächste Regierung abgestimmt haben. Dies führte zu einer Liste mit sechs Prioritäten:

  • Vier Milliarden Euro zusätzlich für die öffentlichen Verkehrsmittel
  • Die niedrigsten Sozialleistungen erhöhen
  • Gleiches Gehalt und gleiche Rente für Männer und Frauen
  • Humane Migration
  • Kontrollierte Preise für Medikamente
  • Die großen Steuerbetrüger stoppen