Häfen von Antwerpen, Gent und Rotterdam wollen CO2 unter der Nordsee lagern

Antwerpen (Foto), Rotterdam und Gent, drei der größten Häfen Europas, die ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen aus der Region Belgien, Niederlande und Luxemburg verursachen, wollen CO2  in einem riesigen Unterwasserreservoir lagern. 

Poröse Sandsteinhohlräume sollen genutzt werden, um im Rahmen des weltweit größten Projekts dieser Art, 10 Millionen Tonnen CO2-Emissionen etwa drei Kilometer unter dem Nordseeboden zu speichern.

Bei der EU wurde eine Antrag auf Subventionen für diese Projekt gestellt, das bis 2030 abgeschlossen werden soll. Die ist zwar interessiert, hat aber noch keine konkrete Unterstützung zugesagt. Es gebe noch Zweifel, wie das Vorhaben sich auf die Umwelt auswirken werde. Der Umfang der Speicherung in zwei leeren Gasfeldern ist beispiellos und wirft Fragen darüber auf, wie sich das CO2 auf den tiefen Untergrund auswirken wird.

Bis 2026 will man das CO2-Netz im Hafen von Rotterdam bauen, um dann in den folgenden vier Jahren eine grenzüberschreitende Pipeline nach Antwerpen und den Nordseehafen von Gent zu verlegen. Eine weitere Ausweitung über die anfänglichen 10 Mio. t CO2 hinaus wird nach 2030 erwartet. Die Gesamtemissionen in den Häfen betragen mehr als 60 Mio. t CO2 pro Jahr.  Mit dem Projekt sollen die im Pariser Abkommen festgelegten Klimaschutzziele teilweise erreicht werden.

Prof. Mark Saeys von der Universität Gent sagte der Zeitung De Morgen: “Natürlich würde ich Investitionen in erneuerbare Energien bevorzugen, aber man muss realistisch sein: Solange wir als Gesellschaft von fossilen Brennstoffen abhängig sind, kann die unterirdische CO2-Speicherung ein entscheidender Hebel zur Erreichung unserer Klimaziele sein.”