Erstes Todesopfer nach Legionella-Ausbruch in Evergem bei Gent

Der Ausbruch der Legionärskrankheit in Evergem bei Gent (Ostflandern) hat ein erstes Todesopfer gefordert. Ein 50 Jahre alter Mann ist am Montag an den Folgen seiner Infektion gestorben. 15 weitere Personen sind derzeit noch in Behandlung. Die Ursache der Legionella-Kontamination konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Experten haben Kühltürme im Hafen von Gent als möglichen Infektionsherd im Verdacht. Zunächst waren 11 Personen erkrankt, doch am Wochenende kamen vier weitere Infizierte hinzu.

Seit der vergangenen Woche sorgt der Ausbruch der Legionärskrankheit in Evergem in der Nähe für ein Unbehagen, zumal die Ursache bisher noch nicht herausgefunden wurde. Ende der Woche wurden insgesamt 16 Patienten in verschiedene Genter Krankenhäuser und in die Genter Uniklinik eingeliefert (siehe nebenstehenden Beitrag).  

Alle Betroffenen haben sich mit Legionella-Bakterien infiziert. Zunächst war nicht die Rede von Lebensgefahr, doch am Montag ist einer der Infizierten, ein 50 Jahre alter Mann an den Folgen der Krankheit gestorben. Der Mann lag auf der Intensivstation der Uniklinik UZ Gent (Foto). Inzwischen befindet sich auch ein zweiter Patient in Lebensgefahr.

Sechs der Betroffenen sind Personen, die älter als 65 Jahre sind. Sie sind somit gefährdeter, als vielleicht jüngere Menschen. Die meisten von ihnen kommen aus Evergem, einige aber auch aus Gent am Rande der Gemeindegrenze zu Evergem.

Als Infektionsherd vermuten Fachleute inzwischen einen Kühlturm einer Industrieanlage im Genter Hafen. Die Bakterien könnten sich über den Wasserdampf verbreitet haben. „Wir suchen weiter mit Hochdruck nach der Ursache der Infektion.“, sagte Joris Moonens vom flämischen Gesundheitsministerium zu dem Vorgang. Sicher ist, dass die Kontamination mit verseuchtem Wasser zu tun hat, doch eine Gefährdung aus dem Trinkwasser schließen die Fachleute aus dem flämischen Gesundheitsamt ausdrücklich aus. 

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