Patrick Sison

Ist jetzt Schluss damit? Hacker konnten auf WhatsApp Spionagesoftware installieren

Der Messaging-Service von WhatsApp hat eine Datenschutzlücke geschlossen, die es Hackern ermöglichte, Spionagesoftware bzw.  Spyware auf Smartphones zu installieren. Das hat das Unternehmen an diesem Dienstag bekannt gegeben. WhatsApp rät nun Benutzern, so schnell wie möglich das neueste Anwendungsupdate zu installieren.

Der Nachrichtendienst WhatsApp, Eigentum von Facebook, hatte eine Schwachstelle entdeckt, durch die die App missbraucht werden kann, um Ihr Smartphone abzuhören. In der Software der Anwendung war ein Fehler, der die Installation von Spyware ermöglichte. Whatsapp entdeckte das Leck Anfang Mai und ist zunächst intern dagegen vorgegangen.

Im vergangenen Monat informierte WhatsApp Menschenrechtsgruppen, Sicherheitsunternehmen und das US-Justizministerium. Seit dem gestrigen Montag gibt es auch ein Update der App für Benutzer. Das Unternehmen empfiehlt den Benutzern daher dringend, dieses Update durchzuführen.

Laut der Zeitung Financial Times soll der Entwickler der Spyware die israelische NSO Group sein. Die NSO Group ist eine berühmt-berüchtigte Cybersicherheitsfirma aus Israel. Sie produziert offenbar Spyware und verkauft diese an Regierungen im Nahen Osten und im Westen.

Die „Prunkstück“ des NSO-Konzerns, Pegasus, kann das Mikrofon und die Videokamera eines Smartphones einschalten, Standortdaten erfassen und E-Mails und Textnachrichten lesen. Laut NSO sei es das Ziel der Software Kriminalität und Terrorismus zu untersuchen und zu verhindern. Doch Experten zufolge nutzten eine Reihe von Ländern diese Software auch, um Journalisten und Menschenrechtsaktivisten auszuspionieren.

WhatsApp nannte NSO nicht explizit in seinem Bericht, betonte aber, dass der Angriff alle Merkmale eines privaten Unternehmens gehabt hätte, von dem bekannt sei, dass es mit Regierungen zusammenarbeite, um Spyware bereitzustellen, mit der sich in Mobilfunkbetriebssysteme hacken lasse.

Noch ist unklar, wie viele Geräte mit der Spyware infiziert wurden.

 

Weitere Nachrichten