Die CD&V fordert die Fusion der Brüsseler Polizeizonen bei der Regierungsbildung

Wenn die flämischen Christdemokraten CD&V nach den Parlamentswahlen vom 26. Mai mit am Koalitionstisch sitzt, dann wird die die Zusammenlegung der insgesamt sechs Polizeizonen in der belgischen Hauptstadt Brüssel auf die Tagesordnung bringen. Belgiens scheidender Innenminister Pieter De Crem (CD&V - Foto) nennt diesen Punkt eine „Sollbruchstelle“ bei den Koalitionsverhandlungen.

Die Forderung, aus den derzeit sechs Brüsseler Polizeizonen eine einzige Zone zu machen, ist nicht neu. Zuletzt kam dieses Thema zum Jahreswechsel ins Gespräch und zwar nach den Zuständigkeitsproblemen im Zuge der Gewaltausbrüche in der Silvesternacht in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek.

Jetzt bringt Noch-Bundesinnenminister De Crem dieses Thema im Rahmen des Wahlkampf erneut auf die Tagesordnung. Ohne eine solche Fusion könne die polizeiliche Dienstleistung in Brüssel unmöglich funktionieren.

Diese Idee fand sofort die Zustimmung der flämischen Nationaldemokraten N-VA. De Crems Vorgänger, der N-VA-Kandidat für das Amt des Premierministers Jan Jambon, will dabei mitmachen: „Wenn die CD&V dies zu einem entscheidenden Punkt machen will, dann haben sie dabei unsere Unterstützung.“

Brüssels Bürgermeister Philippe Close von den frankophonen Sozialisten PS ist hingegen von diesem Vorschlag nicht wirklich begeistert: „Herr De Crem. Ich habe auch eine Sollbruchstelle. Weniger Slogans, mehr Aktion“… 

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