Legionellen in der Genter Region: 17. Infizierter und neue Informationen via BE-Alert

Der seit Tagen für Unruhe sorgende Ausbruch von Legionellen-Infizierungen in Evergem am Rande des Industriegebietes im Hafen von Gent forderte inzwischen ein Todesopfer. Jetzt meldete sich eine 17. Person bei den Gesundheitsbehörden mit den entsprechenden Krankheitssymptomen. Inzwischen richtete BE-Alert ein Rundschreiben an die Anwohner des betroffenen Gebietes.

Die Bewohner der Kanalzone in Evergem bei Gent, wo die Quelle der Legionellen-Infektionen vermutet werden und wo die meisten inzwischen erkrankten Personen wohnen oder arbeiten, sind über ein Rundschreiben von BE-Alert über das Thema informiert worden.

Dieses Rundschreiben beantwortet Fragen, wie „Was sind Legionellen und wie wird man krank?“, „Wie viele Menschen sind schon krank und wer sind sie?“ oder „Wo liegt die Quelle des Ausbruchs und gibt es sie noch?“.

Noch ist die Quelle der Legionellen-Infektion nicht ausgemacht. Sie wird aber in einem Kühlturm eines Industrieunternehmens im Hafen von Gent vermutet, die in der Nähe von Evergem sein müsste. „Dies sorgt für eine Verängstigung der Anwohner.“, sagte Evergems Bürgermeister Joeri De Maertleaere (N-VA) dazu.

BE-Alert ist ein Warnsystem, dass die Bevölkerung in Krisenzeiten alarmieren und informieren soll. Es wird vom Innenministerium und von dort ansässigen Krisenzentrum koordiniert. Eingerichtet wurde BE-Alert nach der Sturmkatastrophe beim Popfestival Pukkelpop in Hasselt im Sommer 2014, wobei zahlreiche Festivalbesucher verletzt wurden und wobei es auch Tote gegeben hatte. 

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