Zweiter Legionellen-Toter in der Umgebung von Gent

Am Mittwoch ist in der AZ Klinik von Gent eine zweite Person an den Folgen einer Legionellen-Infektion gestorben. Es handelt sich dabei um einen 70 Jahre alten Mann. Einige andere mit Legionellen infizierte Patienten konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Mehrere Personen befinden sich allerdings noch auf Intensivstationen.

Am Montag war ein erster Legionellen-Patient in der Uniklinik von Gent an den Folgen der Ansteckung gestorben. Am späten Mittwochnachmittag verstarb ein zweiter Infizierter. Insgesamt meldeten sich 17 Personen mit Symptomen, die auf eine Ansteckung mit Legionellen hinwiesen. Nach Meldungen von behandelnden Medizinern haben sechs Betroffene inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen. Am Donnerstag wurde mitgeteilt, dass eine 18. erkrankte Person in ein Krankenhaus in Gent eingeliefert wurde.

Das bedeutet, dass noch acht weitere Infizierte noch behandelt werden. Davon befinden sich zwei Infizierte noch in einem kritischen Zustand auf einer Intensivstation. Alle Betroffenen leben oder arbeiten in Evergem oder Oostakker am Rande des Industriegebietes von Evergem, das zum Genter Hafen gehört.

Noch ist die Quelle der Legionellen-Ansteckung nicht lokalisiert. Sicher scheint, dass der Ursprung in einem der zahlreichen Kühltürme von Industrie-Unternehmen rund um Evergem zu finden ist.

Die Behörden haben inzwischen bereits 17 Unternehmen und Fabriken an diesem Standort untersucht, die mit Kühltürmen arbeiten - bisher ohne Erfolg.

Laut der flämischen Tageszeitung De Morgen hat sich die Zahl der Ansteckungen mit Legionellen im belgischen Bundesland Flandern innerhalb von 10 Jahren von 47 Fälle auf 147 Fälle in etwa verdreifacht.

Derartige Fälle werden fast jedes Jahr gemeldet, doch einen Ausbruch so großen Ausmaßes, wie den jetzt in der Genter Region kommt jedoch nur sehr selten  vor. 

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