24. Belgian Pride: LSBTIQ-Gemeinde organisiert Umzug in Brüssel. Polizei muss eingreifen

Am Samstagnachmittag zog in Brüssel ist die bunte Belgian-Pride-Parade durch die Innenstadt. Dabei demonstrieren zehntausende homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen für mehr Anerkennung in der Gesellschaft. Der Umzug stand unter dem Motto „All For One“. Die Belgian Pride setzt sich für Solidarität und gleiche Rechte für alle ein. Die Polizei entfernte einige Teilnehmer aus dem Umzug, weil sie diesen zum Stillstand gebracht hatten.

Präsident Cyrille Prestianni unterstrich die Bedeutung des Umzugs, um gegen Homophobie zu kämpfen. Auch wenn sich schon einiges getan habe, sei die Angst vor Homosexualität unter anderem im Sport, in der Industrie und in ländlichen Gegenden noch weit verbreitet.

"Wir wollen die Menschen innerhalb der LSBTIQ -Gemeinschaft nicht nur auf ihre sexuelle Identität reduzieren, sondern auch in anderen Bereichen ihres Lebens ernst nehmen, in denen sie es schwer haben können: Armut, Rassismus, Menschen mit Behinderungen usw.", sagt Jeroen Borgs, Mitorganisator des Belgian Pride.

Was an der Menge auffällt - neben allen Regenbogenfahnen - ist die Vielfalt des Publikums. "Das ist normal", so Jitske Van De Veire, Sprecherin der Organisation ‚Jung aber nicht hetero‘, "hier sind alle willkommen. Man sieht Leute, die Latexanzüge tragen, aber auch Kinder, die Spaß haben. Es gibt hier eine tolle Atmosphäre, mit all den Regenbögen und der positiven Einstellung. Hier kann sich jeder sicher fühlen."