Nach 225 Jahren brauen die Pater der Abtei Grimbergen wieder Bier

Es ist etwa 225 Jahre her, dass in der Abtei von Grimbergen (Foto) in der Provinz Flämisch-Brabant noch Bier gebraut wurde. Doch das ändert sich gerade. Die Pater sind dabei, ein neues Bier zu entwickeln. In dieser Woche haben sie ein erstes eigenes Bier vorgestellt, das "Grimbergen Tripel", dass in einem hölzernen Whisky-Fass reifen durfte.  

In der altehrwürdigen Abtei von Grimbergen tut sich gerade etwas. Einer der Säle der Abtei wird gerade zu einem Braukeller umfunktioniert und Pater Karel, der die Initiative zu einem neuen eigenen Grimbergen-Bier entwickelte, gibt seinen Mitbrüdern gerade Braulehrgänge. Er selbst habe, wie er erzählt, einem Braukursus in Skandinavien gefolgt. Doch erst muss er selbst noch konkret seinen Abschluss inklusive Endarbeit vorlegen.

Ab dem Sommer werden die Brauanlagen, die in der Abtei eingerichtet werden, in Betrieb genommen und im Herbst 2020 soll das erste selbst gebraute Grimbergen-Bier in den Handel kommen können, so Pater Karel (Foto unten).

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Er präsentierte in dieser Woche eine Art Probe-Bier, das "Grimbergen Tripel", das in einer "Limited Edition" vorliegt: "Das Bier hat fünf Monate lang in Whiskey-Fässern aus Eichenholz gereift. Es ist ein Probegebräu, das zeigen soll, was wir in Zukunft vorhaben."

Die Pater werden für ihre Brauerzeugnisse auch bei den Zutaten dafür sorgen, dass alles aus der eigenen Region kommt. Sie setzen dabei auf Hopfen, den Züchter aus den nahegelegenen Gemeinden Asse und Droeshout ziehen. Dabei handelt es sich um eine alte Sorte, "Groene Bel" genannt, was so viel wie "Grüne Glocke" bedeutet. Diese Hopfenart bestand früher bereits in dieser Gegend, so Pater Karel. 

Das Bier hat fünf Monate lang in Whiskey-Fässern aus Eichenholz gereift.“

Pater Karel, Abtei Grimbergen

Mit dem zwar als Abteibier geführten bisher bekannten Grimbergen-Bier, dass national und international überall um Handel ist, hat dieses Bier nichts zu tun. Die Marke "Grimbergen" wird in einer kommerziellen Brauerei hergestellt und gehört seit 1958 zur Brauereigruppe Alken-Maes.

Die Gemeinde Grimbergen hatte der Abtei erst kürzlich die Genehmligung erteilt, dort wieder Bier zu brauchen. Damit sorgt eine weitere sogenannte "Mikro-Brauerei" in Belgien für "Bier aus der eigenen Region".  In der Norbertiner-Abtei von Grimbergen wurde übrigens nachweislich 1128 zum ersten Mal Bier gebraut. Der eigene Brauereibetrieb in der Abtei wurde im Zuge der Französischen Revolution während des 18. Jahrunderts beendet.