Parlaments- und Europawahl: Heute gehen die Auslands-Belgier zur Wahl

An diesem Mittwoch können die Belgier, die im Ausland leben, ihre Stimme für die Parlaments- und Europawahlen abgeben. Wer sich für diese Wahlen, die im Inland am Sonntag, den 26. März stattfinden, registrieren ließ, der muss sich heute zwischen 13 und 21 Uhr in der belgischen Botschaft seines Aufenthaltslandes oder in einem der dortigen Konsulate unseres Landes melden. Möglich waren auch die Briefwahl oder eine Heimreise zum Wahltermin nach Belgien.

Wer die belgische Staatsangehörigkeit trägt, im Ausland lebt und sich dafür entschieden hat, sich bei seiner Botschaft oder bei seinem Konsulat für die Teilnahme an der Wahl in seiner Heimat registrieren zu lassen, der ist damit auch an die Wahlpflicht unseres Landes gebunden. Belgier, die in einem anderen EU-Land leben, geben ihre Stimme lediglich für die Parlamentswahl ab. Landsleute, die in einem Land außerhalb der Europäischen Union leben, müssen an der Parlaments- und an der Europawahl teilnehmen.

An den Regionalwahlen können die Auslands-Belgier nicht teilnehmen, ob sie nun in der EU oder anderswo leben. Um tatsächlich an der Wahl teilnehmen zu können, mussten sich die Interessierten bis zum 1. Februar 2019 ins Wahlregister einschreiben lassen. Dabei mussten sie u.a. eine Gemeinde ihrer Wahl in ihrer belgischen Heimat angeben. Das ist dann zumeist eine Kommune, in der sie einmal gelebt haben.

Mehrere Wahlmöglichkeiten

Die im Ausland lebenden Belgier können ihre Stimme auf unterschiedliche Weise abgeben. Bei ihrer Registrierung hatten sie die Wahl zwischen der Möglichkeit, am 26. Mai ihre Stimme in der Gemeinde ihrer Wahl direkt abzugeben, per Vollmacht wählen zu lassen, per Briefwahl abzustimmen oder ihre Stimme in einer Botschaft oder in einem Konsulat unseres Landes in der neuen Heimat abzugeben.

Wer sich für letzteres entschieden hat, der muss an diesem Mittwoch zwischen 13 und 21 Uhr in seiner Botschaft oder in einem der zahlreichen belgischen Konsulate zur Wahl gehen. Dabei muss jeweils die persönliche Wahlaufforderung, die auch die Auslands-Belgier erhalten haben, und der Personalausweis vorgelegt werden.

Rund 180.000 Auslands-Belgier wählen mit

Wähler, die per Briefwahl abstimmen oder bereits abgestimmt haben, hatten etwas mehr Zeit. Sie erhielten um den 2. Mai herum ihre Wahlzettel per Brief zugestellt und müssen dafür sorgen, dass diese Wahlzettel in dem dafür vorgesehenen Umschlag bis zum Wahltag am kommenden Sonntag um 14 Uhr seine belgische Bestimmung erreicht. Zu dieser Stunde schließen in Belgien jene Wahlbüros, in denen noch auf Papier gewählt wird.

Für diese Wahlen hat sich übrigens eine Rekordzahl an Auslands-Belgiern in die Wahllisten eintragen lassen: über 180.000 Wähler ließen sich dazu registrieren. 

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