Pascal Smet: Spitzenkandidat für die SP.A für das Brüsseler Regionalparlament

Die flämischen Sozialdemokraten SP.A ziehen mit dem aktuellen regionalen Mobilitätsminister Pascal Smet als Spitzenkandidat im Wahlkampf für das Brüsseler Regionalparlament in den Wahlkampf. Smet stammt aus Beveren in der Provinz Antwerpen, wo er zunächst für die Sozialisten in der Kommunalpolitik aktiv war. Doch auch in der flämischen Landespolitik war Smet aktiv, bevor es ihn nach einer Zwischenperiode endgültig nach Brüssel verschlug. Für die Wahlen zum Brüsseler Regionalparlament gründete Smet die partizipative Bewegung „one.brussels“.

Pascal Smet studierte an der Universität Antwerpen (UAntwerpen) Rechtswissenschaften. Seine politische Laufbahn begann, als er von 1989 bis 1997 als Kommunalpolitiker in seiner Heimatstadt Beveren aktiv war. Von 2004 bis 2009 wurde Smet Minister für Mobilität und öffentliche Arbeit in der Region Brüssel-Hauptstadt. Danach gehörte er bis 2014 als Minister für Bildung und Jugend der flämischen Landesregierung unter Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) an.

Im laufenden Wahlkampf in Brüssel will sich Pascal Smet für eine menschlichere Hauptstadt-Region einsetzen. Unter dem Motto „Brussels For People“ gründete er die Bewegung „one.brussels“, eine mehrsprachige (NL/F/EN) und partizipative Bewegung für die Region Brüssel-Hauptstadt, bei der auch frankophone Kandidaten zur Wahl stehen.

Smet und seine SP.A/„one.brussels“ warten mit ambitionierten Projekten auf, die aber nicht überall willkommen sind. Zuletzt sorgte Pascal Smet für Unmut bei der flämischen Landesregierung, als er ein vor Monaten angekündigtes Projekt, nämlich aus der Autobahn E40 zwischen Brüssel und Löwen (Flämisch-Brabant) einen Stadtboulevard mit Tempo 50 km/h und nur noch 4 statt 6 Fahrstreifen zu machen, schlicht und einfach umsetzte.

Mit seiner Dynamik hat Smet in Brüssel einiges in Sachen Verkehr und Mobilität in Bewegung gebracht, doch Kritiker werfen ihm vor, dass vieles unausgewogen und wenig durchdacht sei. Das sind z.B. die nach wie vor unsicheren und quantitativ unzureichenden Radwege, die Ausweitung der Fußgängerzone im Stadtzentrum und seine wenig kritische Haltung zum App-Fahrdienst Uber und den vielen Anbietern von Miet-Rollern, Miet-Rädern und Miet-Scootern. 

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