Neue Regeln für Radfahrer und Fußgänger

Für Fußgänger und Radfahrer kann es ab nächster Woche an bestimmten Kreuzungen gleichzeitig grün werden. Die entsprechenden Rechtsvorschriften sind jetzt fertiggestellt. Gleichzeitig werden die meisten Lastendreiräder offiziell mit Fahrrädern gleichgesetzt, so dass sie beispielsweise in Einbahnstraßen in die entgegengesetzte Richtung fahren dürfen. Die Lockerung der Straßenverkehrsordnung für Radfahrer und Fußgänger wird Ende nächster Woche wirksam.

Das sogenannte "Quadratgrün" ist gesetzlich festgelegt. Das bedeutet, dass die Ampel für alle Fußgänger und/oder Radfahrer an der Kreuzung grün und für andere Verkehrsteilnehmer gleichzeitig rot ist, so dass sie nicht mit stärkerem Verkehr wie Pkw, Bussen oder Lastwagen in Konflikt kommen. Kreuzungen, die nach diesem Prinzip funktionieren, werden mit Ampeln versehen, die Pfeile um das Bild eines Fahrrades oder eines Ampelmännchens herum zeigen (siehe Bild oben).

Auch für Lastenräder werden neue Regeln eingeführt. Frachträder, die weniger als einen Meter breit sind, gelten als gleichwertig mit einem Fahrrad. Das bedeutet, dass sie von nun an auch in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung fahren dürfen und dass sie in Zonen für örtlichen Verkehr und in Fußgängerzonen zugelassen sind.

Bitte lesen Sie unter dem Foto weiter!

HDW

25 km/h

Die Höchstgeschwindigkeit für Elektroroller, Rollstühle und Hoverboards wird von 18 auf 25 Kilometer pro Stunde erhöht. Dies ist vor allem auf die europäische Gesetzgebung zurückzuführen.

Zur Erhöhung der Sicherheit, müssen Kraftfahrzeugfahrer außerhalb von Ortschaften einen Abstand von eineinhalb Metern zu einem ungeschützten Verkehrsteilnehmer wie einem Radfahrer oder Fußgänger einhalten. Derzeit müssen sie sich nur einen Meter von einem ungeschützten Verkehrsteilnehmer fernhalten.

Darüber hinaus dürfen Kinder bis zum Alter von 10 Jahren schon bald auf dem Bürgersteig radeln. Früher lag die Altersgrenze bei 9 Jahren. Gleichzeitig wird die Entfernung, innerhalb derer ein Fußgänger verpflichtet ist, einen Fußgängerüberweg zu benutzen, von 30 auf 20 Meter reduziert.

Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter!

Fahrradverband reagiert zufrieden

Der Fahrradverband ist mit den Änderungen der Straßenverkehrsordnung zufrieden. "Dass Cargo-Bikes jetzt mit normalen Bikes gleichgesetzt werden, ist eine gute Sache", so Wies Callens vom  „Fietsersbond“. Auch dass Kinder bis zum 10. Lebensjahr auf dem Bürgersteig radeln dürften sei eine Verbesserung in Sachen Sicherheit.

Beim „quadratischen Grün“, bei dem Fußgänger und Radfahrer gleichzeitig grünes Licht in alle Richtungen haben, gibt es ein Risiko: "Es ist wichtig, dass Radfahrer oft genug grünes Licht bekommen. Wenn Autos in eine Richtung grünes Licht hatten, sollte die Ampel für Radfahrer auf Grün schalten. Dann wird es für die Autos in der anderen Fahrtrichtung grün, und dann sollte es für Radfahrer erneut grün werden.“ Dieser Wechsel sei notwendig, betont Callens, sonst wäre es für die Radfahrer länger als bislang rot und dann bestünde die Gefahr, dass sie öfter über die rote Ampel  fahren. Dadurch würde das Unfallrisiko erhöht.

Weitere Nachrichten