Bald keine Werbung mehr für Glückspiel im belgischen Fernsehen

Ab dem 1. Juni ist Werbung für Glücksspiel im belgischen TV verboten. Diese Maßnahme gehört zu einer ganzen Reihe von Regelungen bezüglich des Glücksspiels von Belgiens scheidendem Justizminister Koen Geens (CD&V). Diese Maßnahme hat bereits alle durchlaufen und tritt ab der kommenden Woche in Kraft.

Das Verbot für Glücksspiel-Reklame im belgischen Fernsehen ist ein sogenannter Königlicher Erlass, den die Regierung am 25. Oktober 2018 auf den Weg brachte. Jetzt, am 1. Juni 2019, tritt dieser Erlass in Kraft, wie die belgische Glücksspiel-Kommission meldet. Dies betrifft alle TV-Programme und Sendungen, bei denen bisher für Glücksspiele aller Art geworben wurde, z.B. Fußball-Übertragungen, bei denen vor, während oder nach dem Spiel für Online-Wetten Reklame gemacht wurde.

„Dieses Verbot ist ein Schritt vorwärts in Sachen Einschränkung von Reklame für das Glücksspiel.“, sagte Etienne Marique, der Vorsitzende der Glücksspiel-Kommission der belgischen Bundesbehörden dazu. Besonderen Wert legte Justizminister De Geens dabei auf die Möglichkeit, Wetten abzugeben auf Spiele, z.B. Autorennen, Fußballspiele oder anderes, die in der Realität gar nicht erst stattfinden, sondern ausschließlich im Internet.

Schon seit Februar 2019 wurden Glücksspiele an Automaten in Cafés und Kneipen eingeschränkt und Minderjährige, die Glücksspiele an Automaten in der Öffentlichkeit oder im Internet spielen wollen, müssen sich verpflichtet einer Identitätskontrolle unterziehen (lassen). Die Umsetzung dieser Regelung zog sich etwas in die Länge, da die flämischen Grünen (Groen) und Sozialdemokraten (SP.A) der Ansicht waren, die Regelung gehe nicht weit genug. Sie fordern nach wie vor ein Totalverbot für Glücksspiel-Reklame.