Foto: Michaël Torfs

Flandern gehört weiter zu den waldärmsten Regionen in der Europäischen Union

Seit dem Jahr 2000 ist es im belgischen Bundesland Flandern kaum mehr zu Aufforstungen gekommen, wie die Naturschutzorganisation Bos+ (Wald+) bekannt gab. Derzeit zählt Flandern etwa 140.000 Hektar Wald, also knapp 10,35 % der Gesamtfläche des Bundeslandes. Von den von der Landesregierung seit Jahren versprochenen Aufforstungen ist laut Bos+ nichts zu sehen.

„Von den versprochenen zusätzlichen 10.000 Hektar Wald ist bisher nichts zu entdecken“, heißt es dazu bei den Waldschützern. Laut Bos+ gehört Flandern zu den waldärmsten Regionen innerhalb der gesamten Europäischen Union, bzw. in Westeuropa. Doch von offizieller Seite her, sprich von Seiten der flämischen Landesregierung, werden die offiziellen Zahlen der Waldoberfläche nur undeutlich angegeben, so Bos+ weiter.

Eine Ankündigung von Flanderns scheidendem Ministerpräsidenten Geert Bourgeois (N-VA), nach der zum Ende dieser Legislaturperiode ein konkreter Plan zu Aufforstungen vorgelegt werden soll, ist laut Bos+ einen „stillen Tod gestorben.“

Inzwischen zögert die flämische Landesregierung auch den sogenannten „Betonstopp“ hinaus. Dies ist die Bezeichnung für eine Art Bebauungsstopp für Grünflächen. Doch inzwischen, so bedauern Natur- und Waldschützer in Flandern, werde gebaut, was das Zeug hält. Täglich sollen angeblich rund 7 Hektar unbebaute Fläche verschwinden. 

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