Die amerikanische Geigerin Stella Chen gewinnt den KEW für Violine

Die US-amerikanische Geigerin Stella Chen (Foto) hat den diesjährigen Königin-Elisabeth-Wettbewerb gewonnen. Die belgische Violinistin Sylvia Huang, die mit ihrer Leistung für Begeisterungsstürme in Belgien gesorgt hat, kam nicht unter die besten sechs Teilnehmer. Sie bekam aber den Publikumspreis der VRT-Medien Klara (Radio) und Canvas (TV). 

Als am Samstagabend die beiden letzten Finalisten im Brüsseler Kulturtempel Bozar bestreiten sollten, sorgte eine Strompanne für ein Problem, doch das Belgian National Orchestra und die gerade spielende amerikanisch-kanadische Geigerin Shannon Lee ließen sich nicht beirren und spielten im Dunkeln einfach weiter…

Kurz nach Mitternacht war es denn so weit: Der neue Vorsitzende der KEW-Jury Gilles Ledure gab die Namen der besten 6 Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs für Violine bekannt. Die Gewinnerin wurde die amerikanische Violinistin Stella Chen, die laut Urteil der Jury das Pflichtwerk auf den Punkt brachte und mit ihrem selbstgewählten Violinkonzert von Tschaikowski eine warme aber solide Interpretation an den Tag legte.

Der zweite Preis ging an den kanadischen Geiger Timothy Chooi, der ebenfalls mit Tschaikowski im Finale aufwartete und der dritte Preis wurde dem Amerikaner Stephen Kim ausgehändigt, der ein bewegtes Concerto von Brahms brachte und der das doch komplexe Pflichtwerk ohne Notenblatt, sprich auswendig spielte.

Der vierte Preis ging an Shannon Lee (die im Dunklen gespielt hatte), Rang fünf entfiel auf die Ungarin Julia Pusker, die als einzige ein Werk von Beethoven spielte und der sechste Preis wurde der Rumänin Ioana Cristina Goicea zuerkannt, die mit Schostakowitsch aufwartete. Alles in Allem lag das Niveau beim diesjährigen Violin-KEW sehr hoch, wie Fachleute und Beobachter einhellig angaben.

Gewinnerin Stella Chen darf einen Scheck über 25.000 € entgegennehmen und sie darf für die Dauer von vier Jahren eine Huggins-Stradivarius-Geige nutzen. Die sechs diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger spielen überdies zahlreiche Konzerte in Belgien.

Stella Chen und das Belgian National Orchestra mit dem Pflichtwerk „Fidl“ von Kimmo Hankola

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