Die ersten Ergebnisse: Vlaams Belang legt in Flandern zu, Ecolo bestätigt positiven Umfragen auf französischsprachiger Seite

Die ersten Ergebnisse der Föderalwahlen in Belgien lagen kurz vor 16:00 Uhr vor. Sie deuten auf einen ziemlich starken Schub des Vlaams Belang in Flandern hin, ohne die N-VA jedoch zu sehr anzugreifen. Auf französischsprachiger Seite scheint die grüne Partei Ecolo die positiven Umfragen zu bestätigen.

Brüssel

In der Hauptstadt wurden 94 von 898 Büros ausgezählt. Nach diesen sehr partiellen Ergebnissen würde die frankophone grüne Partei Ecolo mit mehr als 25% einen großen Durchbruch erzielen, weit über dem Wert von 2014 (10%).

Die liberale MR würde folgen, etwa 22%. Die sozialdemokratische PS wird nach den ersten sehr partiellen Ergebnissen des Brüsseler Wahlkreises des Repräsentantenhauses mit unter 20% angegeben. Die linksliberale Défi wäre die vierte Partei mit über 10%.

Wallonien

Auf der frankophonen Seite wurden bisher nur wenige Büros ausgezählt. Die Stimmen der Belgier im Ausland geben Ecolo mit 35,7% der Stimmen einen starken Vorsprung vor MR (30,3%). Die PS liegt mit 15,5% der Stimmen der Belgier im Ausland ganz weit zurück.

In Lüttich hiefen etwa fünfzig der 451 ausgezählten Büros auch Ecolo an die Spitze, noch vor der christdemokratischen CDH, der liberalen MR und der sozialdemokratischen PS.

In der Provinz Namur sind über zwanzig von 209 Büros ausgezählt. Die MR, PS und CDH liegen bei etwa 20%. Ecolo wäre eine Stufe dahinter mit etwa 15%.

In der Provinz Luxemburg sind 20 von 129 Büros gescannt. Mit 28% der Stimmen liegt die MR an der Spitze, vor der CDH, Ecolo und der PS, die zwischen 15% und 18% liegen. Die PTB würde die 5%-Wahlhürde überschreiten.