Die flämischen Grünen (Groen) gewinnen, verpassen aber den großen Sprung nach vorne

In fast allen Wahlkreisen macht Groen im Vergleich zu den flämischen und belgischen Wahlen von  2014 Fortschritte. Der Anstieg ist jedoch begrenzter als erwartet und der große Sprung nach vorne ist vorerst nicht erfolgt. In einigen Städten erzielen die Grünen aber ihr bisher bestes Ergebnis.

Etwas mehr als 10 Prozent im flämischen Parlament und 10,3 Prozent in der Kammer des belgischen Parlaments: Die Partei erzielt einen Zugewinn von 1,3 Prozentpunkten auf flämischer Ebene und 1,7 Prozentpunkte auf föderaler Ebene, aber das ist weniger, als einige Umfragen nahegelegt hatten.

Im flämischen Parlament liegt  Groen hinter N-VA, Vlaams Belang, CD&V, Open VLD und auch ganz knapp hinter SP.A. Bei den Sitzen sieht es für Groen besser aus. Im Flämischen Parlament steigt die Partei von 10 Sitzen im Jahr 2014 auf 15 Sitze. Nach der rechtsextremen Partei Vlaams Belang sind die Grünen die Partei mit dem zweitgrößten Sitzzuwachs.

Groen in den Städten erfolgreich

In mehreren Städten erreicht Groen seinen bisherigen Höhepunkt. Im Gent steigt die Partei auf flämischem Niveau um 4,4 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent. Damit ist sie die größte Partei in Gent.

Auch in der Unistadt Löwen (Leuven) machte die Partei deutliche Fortschritte um 4 Prozentpunkte und erzielte bei den flämischen Wahlen ein Endergebnis von 19,5 Prozent. Damit ist sie die zweite Partei, nach dem N-VA.

In Antwerpen kann sich Groen auch als zweite Partei nach der N-VA behaupten. Dort wächst sie um 3,2 Prozentpunkte auf 17,4 Prozent auf flämischer Ebene.

Groen konnte sich auch in der Region Brüssel-Hauptstadt durchsetzen.  Im Brüsseler Parlament ist Groen mit rund 20 Prozent der niederländischsprachigen Stimmen die größte flämische Partei.

In Brügge verbessert sich Groen um 0,4 Prozentpunkte. Hier muss sich die Partei mit 9,1 Prozent begnügen.