"Wenn Bart De Wever Ministerpräsident wird, dann will ich Bürgermeisterin werden"

Antwerpens Stadträtin für Bildung, die flämische Sozialdemokratin Jinnih Beels (SP.A - Foto oben), Spitzenkandidatin für ihre Partei bei den Kommunalwahlen im Oktober 2018, gab an, Bürgermeisterin ihrer Stadt werden zu wollen, falls Bürgermeister Bart De Wever (N-VA - Foto unten) von den flämischen Nationaldemokraten nach der Wahl am Sonntag Ministerpräsident des belgischen Bundeslandes Flandern werden sollte. De Wever ist Spitzenkandidat seiner Partei für dieses Amt. 

Die Antwerpener Sozialdemokratin Jinnih Beels (Foto oben) hatte am Sonntagvormittag gegenüber gleich mehreren Medien in Flandern angedeutet, dass sie gerne Bart De Wevers Nachfolger im Amt des Bürgermeisters der flämischen Hafenmetropole werden wolle.

Sie ist der Ansicht, dass De Wever unmöglich Bürgermeister bleiben könne, falls er Flanderns Landeschef werde: „Wenn es in der Tat so sein sollte, dass Herr De Wever Ministerpräsident wird, kann für uns nicht gleich wer Bürgermeister werden. Das muss eine verbindende Figur sein, wie das Regierungsabkommen in Antwerpen vorschreibt.“

Prinzipiell müsste dann ein anderer N-VA-Politiker die Antwerpener Bürgermeisterschärpe umlegen, doch das ist nach Ansicht von Jinnih Beels so sicher noch nicht: „Es ist nicht an uns, um zu sagen, wer bei der N-VA eventuell für das Amt des Bürgermeisters geeignet ist. Das muss jedenfalls besprochen werden. Ich selbst bin auf jeden Fall Kandidatin, das ist logisch. Ich fühle die Verantwortung gegenüber allen Antwerpenern, um diese große Verbindung weiter auszuführen.“

Beels gab aber zu verstehen, dass dies mit Koalitionspartner N-VA bisher noch nicht besprochen wurde. Bart De Wever gab dazu gegenüber VRT NWS zu verstehen, dass er die Idee von Jinnih Beels nicht nachvollziehen könne, zumal darüber bisher ihm gegenüber kein Wort gefallen sei. Er sagte aber auch, dass er von dieser Idee erstmal nichts halte, denn sein Nachfolger müsse ein Parteikollege werden: "Was mich betrifft, kann sie das vergessen." 

BELGA

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