In Brüssel greifen die Grünen nach der Macht

In der Region Brüssel-Hauptstadt hat es am Wahltag gleich mehrere auffallende Entwicklungen gegeben. Zum einen haben die beiden grünen Parteien Ecolo und Groen eindeutig hier die Wahl gewonnen und zum anderen haben auch hier die extremen Parteien zugelegt. Die linksextremen von PTB und PVDA legten ebenso zu, wie auch die flämischen Rechtsradikalen des Vlaams Belang. Verlierer sind, wie in den anderen Landesteilen auch, die traditionellen Parteien.

Bei den flämischen Parteien in der Brüsseler Hauptstadt-Region sieht es so aus, dass Groen mit 20,6 % vor der N-VA mit 18 % steht. Die Grünen gewinnen 2,7 % hinzu und die N-VA 1 %. Auf Rang 3 steht hier die liberale Open VLD mit 15,8 %, doch die Blauen verloren fast 11 %. Auch die Brüsseler Sozialdemokraten mit ihrer neuen Bewegung one.brussels mussten Federn lassen. Sie verloren 4,4 % und stehen mit 15,1 % auf dem vierten Rang, gefolgt von Vlaams Belang (8,3 %, +2,7 %) und den Christdemokraten CD&V (7,5 %, -3,9%).

Auf frankophoner Seite sind die Sozialisten der PS weiter stärkste Partei, doch sie verloren 4,6 % und behaupten sich nur noch mit 22 %. Die Grünen von Ecolo folgen mit 19,1 %, denn sie konnten am Sonntag um 9 % zulegen. Auch hier finden sich die Liberalen auf dem 3. „Tabellenplatz“. Die MR steht heute bei 16,9 %, musste aber 6,1 % der Stimmen preisgeben. Leichte Einbußen verzeichnet die linksliberale DéFI, die mit einem Minus von 1 % auf 13,8 % kommt.

Aus dem Stand heraus kommt die linksradikale Arbeiterpartei PTB mit 13,5 % ins Brüsseler Regionalparlament. Die Zentrumspartei CDH verliert 4,1 % und steht jetzt bei 7,6 %. Die MR-Dissidenten der Listes Dexthexe traten zum ersten Mal an und holten 2,6 %. Die populistische Partie Populaire verliert 0,2 % und behält noch 1,7 %.

Damit stellen die Grünen mit 19 Sitzen hinter den Sozialisten mit 20 Sitzen die stärkste Parteienfamilie in der Brüsseler Hauptstadt-Region. 

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