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In der Wallonie bleibt die PS trotz Verlusten weiterhin die stärkste Kraft

Die sozialistische PS bleibt trotz deutlichen Verlusten in der Wallonie weiter die stärkste Partei und sorgt damit dafür, dass die liberale MR dieses stets gesteckte Ziel wieder verfehlt. Die MR verliert ebenfalls einige Prozentpunkte und bleibt zweitstärkste Kraft. Doch im Regionalparlament in Namür haben die Grünen und die Kommunisten massiv zugelegt und unterstreichen damit den Linksruck im Süden Belgiens.

Die PS von Ex-Premier Elio Di Rupo bleibt trotz einiger Skandale weiter die größte Partei in Wallonien und verliert „nur“ 4,7 %, um mit jetzt 26,2 % vorne zu bleiben. Die MR des scheidenden belgischen Premierministers Charles Michel verliert 5,3 % und ist mit 21,4 % zweitstärkste Partei im Regionalparlament in Namür.

Dahinter folgen mit massiven Stimmenzuwächsen die Grünen von Ecolo, die mit einem Plus von 5,9 % auf jetzt 14,5 % kommen und die linksradikale Arbeiterpartei PTB, die auf 13,7 % kommt, nach dem sie um 7,9 % zulegen konnte.

Die Zentrumspartei CDH verliert 4,2 % und landet mit nur noch 11 % auf dem fünften Platz in der Parteienrangliste in Namür. Das bedeutet, dass die PS mit 23 von 75 Sitzen das Parlament beherrscht und dass die MR mit 20 Sitzen folgt. Ecolo ist mit heute 12 Sitzen für eine Mehrheitsbildung von unerlässlich. PTB und CDH können jeweils 10 Sitze im wallonischen Regionalparlament für sich beanspruchen. 

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