Nicolas Maeterlinck

Brussels Airport: Freigesetztes Asbest sorgte für Streik bei Swissport

Seit dem späten Dienstagnachmittag wird beim Dienstleister Swissport im Cargo-Bereich am Brüsseler Nationalflughafen gestreikt. Die Mitarbeiter der Cargo-Abteilung von Swissport legten spontan die Arbeit nieder, als bei Renovierungsarbeiten an dem Gebäude möglicherweise Asbest freigesetzt wurde. Der Streik dauerte auch am Mittwoch noch an. Die Gewerkschaften verhandeln allerdings mit der Direktion über eine Lösung des Problems. Dabei wurde eine Einigung erreicht und die Arbeit wurde wieder aufgenommen.

Bei Renovierungsarbeiten am Gebäude der Cargo-Abteilung des Flughafen-Dienstleisters Swissport am Frachtstandort BruCargo am Brussels Airport ist nachgewiesenermaßen Asbest freigesetzt worden. Nach Angaben der Gewerkschaften wurden bei Inspektionen am Ort der Bauarbeiten Asbestrückstände entdeckt, woraufhin die dort in der Nähe beschäftigten Mitarbeiter die Arbeit niederlegten und in den Streik traten.

In einer gemeinsamen Erklärung der Gewerkschaften hieß es dazu: „Swissport Cargo hat die notwendigen Fürsorgemaßnahmen nicht ergriffen, so dass das Risiko besteht, dass Arbeitnehmer mit Asbestteilchen in Kontakt gekommen sind.“ Die Gewerkschaften waren der Ansicht, dass die Direktion von Swissport in Brüssel mit der Gesundheit und der Sicherheit der Belegschaft zu leichtsinnig umgegangen sei. Sie forderten Garantien dafür, dass die Renovierungsarbeiten an dem entsprechenden Gebäude so verlaufen, dass das Personal nicht mit Asbest in Berührung kommen kann. 

Swissport Cargo hat die notwendigen Fürsorgemaßnahmen nicht ergriffen, so dass das Risiko besteht, dass Arbeitnehmer mit Asbestteilchen in Kontakt gekommen sind.“

Gemeinsame Erklärung der Gewerkschaften

Seit den Morgenstunden am Mittwoch verhandelten die Gewerkschaften mit der Direktion von Swissport Cargo über eine Lösung für das Problem. Die Direktion gab dazu an, dass die Arbeiten nach der Entdeckung des Asbests sofort stillgelegt worden seien. Im Arbeitsbereich der Cargo-Mitarbeiter seien zudem keine Hinweise auf Asbest gefunden worden. Allerdings wurde, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete, Asbest in den Umkleide- und Sozialräumen sowie an den Duschen der Belegschaft Asbestrückstände entdeckt.

Laut Belga vermittelte die Betreibergesellschaft des Flughafens, die Brussels Airport Company (BAC) in diesem Konflikt. Offenbar spielten sich die Swissport-Direktion und das für die Renovierungsarbeiten zuständige Bauunternehmen die Verantwortung für das Problem gegenseitig zu, was für eine rasche Lösung des Problems zunächst nicht förderlich war.

Im Laufe der Gespräche ging die Swissport-Direktion aber auf die Foderungen der Gewerkschaften zum Schutz der Mitarbeiter ein. Daraufhin nahm die Belegschaft ihre Arbeit des Be- und Entladens von Frachtflugzeugen am Brussels Airport, bzw. am Frachtbereich BruCargo wieder auf. Der Flug- und Reiseverkehr am und im Brussels Airport war von dem Problem nicht betroffen.