Die „Kusttram“ an Flanderns Küste: Die längste Straßenbahnlinie der Welt

67 Kilometer lang ist die Strecke der flämischen Küstenstraßenbahn, der „Kusttram“. Von De Panne im Südwesten nahe dem französischen Dunkerque führt sie über die Hafenstädte Oostende und Zeebrügge in den mondänen Badeort Knokke-Heist an der niederländischen Grenze im Norden – durch größere und kleinere Küstenorte und dazwischen immer an der Küste entlang. Die ältesten Streckenabschnitte sind schon über 120 Jahre alt.  Im Deutschlandfunk widmete Alexander Moritz der Bahn eine lesenswerte Reportage.

Zwischen Oostende und Middelkerke fährt die Küstentram direkt neben dem Meer auf dem Deich. Alle 20 Minuten fährt eine Bahn, im Sommer sogar alle zehn Minuten. Dann drängen sich die Touristen in die Straßenbahnen. Außerhalb der Hochsaison haben die Anwohner ihre Küstentram größtenteils für sich.

Seit jeher ist die Straßenbahn ein beliebter Anlaufpunkt – Transportmittel und Attraktion zugleich. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert war die belgische Küste ein Ferienziel für das Bürgertum. Die Eisenbahn brachte Urlauber aus den Industriegebieten im belgischen Hinterland, aus Wallonien und der Hauptstadt Brüssel. Von Dover kamen Dampfer mit Reisenden aus Großbritannien nach Oostende. Weiter ging es dann mit der Küstentram, in die Grand Hotels direkt am Strand.

Für die meisten Belgier ist sie schlicht ein Verkehrsmittel, für viele Touristen hingegen eine Attraktion: die Küstenstraßenbahn oder „Kusttram“. Hier finden Sie den Beitrag auf der Webseite des Deutschlandfunk.